Lexikon
Salacrou
[
-ˈkru:
]Armand, französischer Dramatiker, * 9. 8. 1899 Rouen, † 23. 11. 1989 Le Havre; schrieb wirkungsvolle Bühnenwerke mit Rückblendetechnik und Überschneidung verschiedener Zeitebenen: „Tour à terre“ 1925; „Die Nächte des Zorns“ 1946, deutsch 1948; „Vertauschte Welten“ 1948, deutsch 1948; „Tugend um jeden Preis“ 1955, deutsch 1957; „Boulevard Durand“ 1961.
- Erscheinungsjahr: 1946
- Veröffentlicht: Frankreich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Die Nächte des Zorns
- Original-Titel: Les nuits de la colère
- Genre: Schauspiel in zwei Teilen
Mit knapp 30 Dramen seit Ende der 20er Jahre – Boulevarddramen, Konversationsstücken, surrealistischen Bühnenstücken, naturalistischen Komödien und bürgerlichen Milieuschilderungen – zählt Armand Salacrou (* 1899, † 1989) zu den erfolgreichsten Autoren des modernen französischen Theaters. In dem Résistance-Stück »Die Nächte des Zorns«, das am 12. Dezember im Théâtre Marigny in Paris uraufgeführt wird, geht es ihm um die Frage von Schuld, Versagen und Verantwortung. Der schwer verletzte Widerstandskämpfer Jean Cordeau sucht nach einem Anschlag auf einen deutschen Munitionszug Unterschlupf bei dem befreundeten Chemikalienhändler Bernhard Bazire. Dieser liefert Jean aus Furcht vor der Gestapo an die Nazis aus, die den Attentäter hinrichten. Bernhard wird von Freunden Jeans ermordet, diese werden jedoch ihrerseits Opfer von Kollaborateuren. – Das Stück wird 1948 ins Deutsche übersetzt.
- Erscheinungsjahr: 1961
- Veröffentlicht: Frankreich
- Verfasser:
- Deutscher Titel: Boulevard Durand
- Original-Titel: Boulevard Durand
- Genre: Drama in zwei Akten
Unter großer Anteilnahme des Publikums wird im Centre dramatique du Nord in Le Havre das Drama »Boulevard Durand« von Armand Salacrou (* 1899, † 1989), mit mehr als 30 Theaterstücken einer der erfolgreichsten französischen Dramatiker des 20. Jahrhunderts, uraufgeführt. Salacrou dramatisiert das Schicksal des Gewerkschaftssekretärs Durand, der 1910 in Le Havre wegen Mordes an einem Streikbrecher angeklagt und verurteilt worden war und erst nach Jahren rehabilitiert wurde. Bei der Abfassung folgte Salacrou »der eigenen Kindheitserinnerung und kurz vorher aufgefundenen Dokumenten«. – Der Erfolg des Stücks in Le Havre wiederholt sich bei den Aufführungen im Pariser Théâtre Sarah Bernhardt.
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