Lexikon
Schwarzwald
höchstes Mittelgebirge Süddeutschlands, im oberrheinischen Winkel, steigt als stark zergliedertes Urgebirge aus der Oberrheinischen Tiefebene gegenüber den Vogesen auf und geht im Osten allmählich in das Schwäbische Stufenland über. Die Höhen bilden im eiszeitlich überformten südlichen Hochschwarzwald (Feldberg 1493 m) einen Zug kuppiger Gebirgsstöcke aus Granit und Gneis, im Nordschwarzwald (Hornisgrinde 1164 m) lang gestreckte, oft tafelförmig gestaltete Rücken aus Buntsandstein; reich an Flüssen (Wiesen-, Münster-, Höllental) und Bergseen (Feld-, Mummel-, Titi-, Schluchsee); ursprünglich geschlossenes Waldland, seit dem 10. Jahrhundert durch Rodung und bergbauliche Nutzung stark gelichtet; Feld-Graswirtschaft, zahlreiche Höhenkurorte (Sankt Blasien), Thermalbäder (Baden-Baden, Badenweiler) und Mineralquellen (Renchtal); die Schwarzwaldbahn (Konstanz–Offenburg) und die Höllentalbahn (Donaueschingen–Freiburg) sowie die Schwarzwald-Hochstraße und die Schwarzwald-Tälerstraße durchziehen das Gebirge.
Baden-Baden: Kurhaus
Baden-Baden: Kurhaus
Trinkhalle des Kurhauses von Baden-Baden
© mev, Augsburg
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