Lexikon
Tagelied
eine Gattung des Minnesangs, Illusionsdichtung; schildert den fiktiven Abschied eines Ritters von der geliebten Dame am frühen Morgen. Das Paar wird von einem Vogel oder vom Ruf des Wächters aufgeweckt. Es folgt eine schmerzliche Trennung und die Klage der zurückgebliebenen Frau. – Vorbild des Tagelieds war die Alba der provenzalischen Troubadours. Das erste mittelhochdeutsche Tagelied ist (wahrscheinlich) von Dietmar von Aist überliefert (um 1170). Es folgen Lieder von Heinrich von Morungen und Wolfram von Eschenbach. Im Spätmittelalter wurde das Tagelied gelegentlich parodistisch nachgeahmt (Oswald von Wolkenstein).
Wissenschaft
Wie unser Gehirn den Takt unseres Schlafes vorgibt
Unser Schlaf ist bekanntermaßen in zwei Hauptphasen gegliedert: den REM-Schlaf samt Träumen und den für die Erholung wichtigen Non-REM-Schlaf. Nun haben Neurowissenschaftler erstmals herausgefunden, wie unser Gehirn zwischen diesen beiden Zuständen wechselt – und wann der Wechsel schiefgeht, sodass Schlafstörungen auftreten....
Wissenschaft
Neue Art der Symbiose in der Tiefsee
Die Lebenswelt rund um hydrothermale Schlote und Methanquellen der Tiefsee ist bisher noch kaum erforscht. Jetzt haben Biologen drei neue Arten von Asselspinnen an solchen Tiefseeschloten im Pazifik entdeckt, die eine ungewöhnliche Symbiose eingehen: Sie kultivieren Bakterien auf ihren Körpern, die sich von Methan und Methanol...