Lexikon
Tauwetterperiode
die Zeit relativer Liberalisierung in der Sowjetunion und den Ostblockländern nach Stalins Tod (1953); benannt nach dem Roman „Tauwetter“ von I. Ehrenburg (1954–1956, deutsch 1957). Hauptkennzeichen: Lockerung der Parteikontrolle, vor allem auf kulturellem Gebiet; Rehabilitierung verfemter Politiker, Intellektueller und Künstler. Ab 1956 kam es zu erneuten Einschränkungen der Freiheit. Die Tauwetterperiode endete endgültig mit dem Sturz Chruschtschows 1964.
Wissenschaft
Wenn die Sonne in der Nase kitzelt
Warum einige Menschen niesen müssen, wenn sie plötzlich in helles Sonnenlicht schauen, erklärt Dr. med. Jürgen Brater. Schon den griechischen Universalgelehrten Aristoteles beschäftigte im vierten Jahrhundert vor Christus die Frage, warum manche Menschen beim plötzlichen Blick ins Licht niesen müssen, andere aber nicht. Er machte...
Wissenschaft
KI-Sprachmodell analysiert und entwirft DNA-Sequenzen
Mit einem Wortschatz von lediglich vier Buchstaben kodiert die DNA in Millionen von Basenpaaren die genetische Information. Diese „Sprache des Lebens“ hat nun ein neues KI-Modell gelernt, das nach dem gleichen Prinzip funktioniert wie große Sprachmodelle. Das Modell namens Evo wurde mit 2,7 Millionen Genomen von Bakterien und...