Lexikon
Tuschmalerei
in China, Japan und Korea verbreitete Maltechnik mit feinem Haarpinsel und Tusche, die in gepressten Stücken gehandelt und vor dem Gebrauch mit Wasser auf einem Tuschereibstein zermahlen und gemischt wird. In engem Kontakt mit der Kalligraphie blieb die Tuschmalerei zwar eine die Linien betonende Kunst, doch wurden Abstufungen von hellem Grau bis zu tiefem Schwarz durch das Lavis ermöglicht, welches weder Korrekturen noch vorbereitende Skizzen erlaubt. Neben Porträts (vor allem von Priestern) war die Landschaftsdarstellung bevorzugtes Thema, das bereits im 11.–13. Jahrhundert in China vollendet gestaltet wurde und das der Tuschmalerei in Korea und insbesondere in Japan wichtige Impulse gab.
Wissenschaft
»Eine einzige Studie liefert selten Gewissheit«
Ernährungswissenschaftlerin Viktoria Mathies erklärt, wie Ernährungsstudien aufgebaut sind und welche Informationen sich aus ihnen gewinnen lassen. Das Gespräch führte CAROLIN SAGE Frau Mathies, welche Arten von Ernährungsstudien gibt es? Zum einen gibt es Beobachtungsstudien. Zu ihnen gehören Kohortenstudien, die in der Regel...
Wissenschaft
Geisterbilder am Himmel
Vexierspiele der Schwerkraft – von ultradichten Sternruinen bis zu gigantischen Galaxienhaufen. von RÜDIGER VAAS Täuschungen kommen vom Himmel, Irrtümer von uns selbst“, notierte der französische Aphoristiker und Essayist Joseph Joubert einmal. Damals, vor mehr als zwei Jahrhunderten, konnte er noch nichts vom Gravitationslinsen-...