Lexikon

Tuschmalerei

in China, Japan und Korea verbreitete Maltechnik mit feinem Haarpinsel und Tusche, die in gepressten Stücken gehandelt und vor dem Gebrauch mit Wasser auf einem Tuschereibstein zermahlen und gemischt wird. In engem Kontakt mit der Kalligraphie blieb die Tuschmalerei zwar eine die Linien betonende Kunst, doch wurden Abstufungen von hellem Grau bis zu tiefem Schwarz durch das Lavis ermöglicht, welches weder Korrekturen noch vorbereitende Skizzen erlaubt. Neben Porträts (vor allem von Priestern) war die Landschaftsdarstellung bevorzugtes Thema, das bereits im 11.–13. Jahrhundert in China vollendet gestaltet wurde und das der Tuschmalerei in Korea und insbesondere in Japan wichtige Impulse gab.
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