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LEXIKON

Venture Capital

[ˈvɛntʃə ˈkæpitəl; englisch, Risiko-Kapital]
Risikokapital; Chancenkapital; Wagniskapital
aus den USA stammender Begriff für eine in den 1960er und 1970er Jahren entwickelte alternative Finanzierungsform, bei der Investoren meistens Banken, Fondsgesellschaften, der Staat, Versicherungsgesellschaften, Industrieunternehmen oder Privatinvestoren Unternehmen haftendes Kapital zur Verfügung stellen auf der Basis einer gesellschaftsrechtlich begründeten Kooperation zum Zwecke des wirtschaftlichen Erfolgs von Kapitalgeber und -nehmer. Es existieren eigens dafür entwickelte Venture-Capital-Beteiligungsgesellschaften. Venture Capital dient Unternehmen mit einer zu geringen Eigenkapitalausstattung oder jungen Unternehmen in ihrer Gründungs- und Finanzierungsphase. Bevorzugt sind technologieorientierte Wachstumsbranchen, z. B. elektronische Datenverarbeitung, Kommunikation, Industrieautomation u. a. Der Investor erhält keine Verzinsung für sein Engagement, sondern einen Ertrag durch Wertsteigerung und den Verkauf seiner Beteiligung. Der Staat versucht, öffentliche Mittel als Venture Capital konjunkturbelebend einzusetzen. In den 1990er Jahren hat diese Form der Finanzierung auch in Deutschland an Bedeutung gewonnen.
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