Lexikon

Wolfe

Tom, eigentlich Thomas Kennerly Wolfe jr., US-amerikanischer Journalist und Schriftsteller, * 2. 3. 1931 Richmond, Va.; brillanter Chronist des amerikanischen Zeitgeistes; verbindet journalistische Beobachtungsgabe mit satirischer Darstellungsweise: „Das bonbonfarbene tangerinrot gespritzte Stromlinienbaby“ 1965, deutsch 1968; „Fegefeuer der Eitelkeiten“ 1987, deutsch 1988; „The Easter Bunny and His Friends“ 1992; „A Man in Full“ 1998.
  • Erscheinungsjahr: 1987
  • Veröffentlicht: USA
  • Verfasser: Wolfe, Tom
  • Deutscher Titel: Fegefeuer der Eitelkeiten
  • Original-Titel: The Bonfire of the Vanities
  • Genre: Roman
Mit seinem Romanerstling »Fegefeuer der Eitelkeiten« erreicht Tom Wolfe (* 1931), bisher bekannt als Autor von Reportagen im Stil des »Neuen Journalismus«, in Rekordzeit eine Millionenauflage. Erzählt wird die Geschichte des erfolgreichen Börsenmaklers McCoy. Bei einer Irrfahrt mit seiner Geliebten in der Bronx, dem von Schwarzen und Latinos bewohnten Stadtteil, der sich vom feinen Manhattan so sehr unterscheidet, überfährt er einen Jugendlichen und begeht Fahrerflucht. Er wird als Täter ermittelt, die Presse schlachtet den Fall sensationslüstern aus. An McCoy soll ein Exempel statuiert, es soll bewiesen werden, dass die Justiz keinen Unterschied kennt zwischen Rassen und Klassen. Der selbst ernannte »Master of the Universe« steigt hinab in die sonst den Unterprivilegierten vorbehaltene Hölle der Arrestzelle. Sein Sturz steht symbolisch für den Niedergang der weißen Bevölkerung in der US-Metropole.
Die deutsche Übersetzung erscheint 1988.
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