Gesundheit A-Z
Hydrocephalus
Hydrozephaluseine angeborene oder erworbene Erweiterung der Liquorräume im Gehirn. Man unterscheidet:
1. Erkrankungen, die zu einer vermehrten Liquorproduktion (z.B. entzündliche Prozesse), zu einer Liquorzirkulationsstörung (z.B. durch Tumoren, Blutgerinnsel) oder zu einer verminderten Liquorresorption (z.B. nach Hirnhautentzündungen) führen und zu einer Drucksteigerung im Gehirn führen. Je nach Alter der Patienten finden sich unterschiedliche klinische Bilder. Bei noch nicht vollständiger Verknöcherung der Schädelnähte bei Kindern kommt es zunächst zu einem extremen Schädelwachstum, später zu neurologischen Ausfällen, z.B. Intelligenzdefiziten oder spastischen Lähmungen. Nach Verschluss der Schädelnähte im späteren Kindes- und Erwachsenenalter führt ein Hydrocephalus zu Hirndruckzeichen. Die Behandlung besteht in einer rechtzeitigen operativen Liquorableitung (Liquordrainage).
2. Durch den Untergang von Hirngewebe (Hirnatrophie) ausgelöste kompensatorische Erweiterung der Liquorräume. Bei dieser Form des Hydrocephalus besteht kein Hirndruck. Als Ursachen kommen frühkindliche Hirnschäden, Gehirnentzündungen (Enzephalitis) oder eine Hirnatrophie im Rahmen eines Demenzsyndroms in Betracht.
Wissenschaft
Fenster: Neues Scheibenmaterial verhindert Wärmeverlust
Durch Gebäudefenster geht viel Wärme verloren. Wissenschaftler haben nun ein neuartiges Hydrogel-Material entwickelt, das zur Herstellung von besser isolierenden Fenstern verwendet werden könnte. Das Silikon-Material ist dank seines Aufbaus aus vernetzten Nanoröhrchen ultratransparent und zugleich hochisolierend, was den...
Wissenschaft
Denisova-Fossil aus Taiwan identifiziert
Jahrelang gab ein fossiler Kieferknochen aus Taiwan der Wissenschaft Rätsel auf. Nun belegen Protein-Analysen, dass der kräftig gebaute Kiefer namens Penghu 1 von einem Denisova-Menschen stammt, einer vor 160.000 bis rund 50.000 lebenden frühmenschlichen Schwesterart der Neandertaler. Damit liefert die Studie einen direkten...