Großes Wörterbuch der deutschen Sprache

Anstalt:
Das Wort kommt aus dem Mittelhochdeutschen und ist als Verbalabstraktum zu
stellen/stallen
„an eine Stelle, in eine Richtung bringen“, „einrichten“ gebildet (Präteritum:
stalte
, Partizip Perfekt:
gestalt
). Ursprünglich wurde
Anstalt
genauso wie
Veranstaltung
im Sinn von „Anordnung“, „Einrichtung“, „Unternehmung“ verwendet, also zum Beispiel
Anstalten (Veranstaltungen) für eine Reise machen
(„Reisevorbereitungen treffen“). Im Lauf der Zeit wurde mit dem Wort jedoch nicht nur der Vorgang des Einrichtens beschrieben, sondern es wurde auch auf das, was man einrichtete, übertragen. Eine
Veranstaltung
ist also das, was veranstaltet wird. Die Bezeichnung
Anstalt
findet sich seit dem 18. Jahrhundert etwa auch für juristische Einrichtungen.
In Deutschland gibt es heute mehr als ein Dutzend so genannter
Bundesanstalten
als selbständige Behörden für bestimmte Sachgebiete, die der Aufsicht eines Bundesministeriums unterstehen. Beispiele sind die
Bundesanstalt für Gewässerkunde,
die
Bundesanstalt für Milchforschung,
die
Bundesanstalt für Straßenwesen
oder die
PhysikalischTechnische Bundesanstalt
.
Da der Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch heute als altmodisch gilt, wird er vielfach ersetzt:
Badeanstalt
Schwimmbad;
Bundesanstalt für Arbeit
Bundesagentur für Arbeit;
Haftanstalt/Justizvollzugsanstalt
Gefängnis;
Irrenanstalt/Nervenheilanstalt
Nervenklinik;
Krankenanstalt
Krankenhaus/Klinik;
Rundfunkanstalt
Sender
(erhalten in der Abkürzung
ARD
=
Arbeitsgemeinschaft der Rundfunkanstalten Deutschlands
).
xxxAdobeStock_348682147.jpg
Wissenschaft

Rettung für kostbare Wracks

Viele historisch bedeutsame Schiffswracks aus Holz liegen noch auf Grund, weil Bergung und Konservierung bislang zu riskant und zu teuer waren. Nun haben Forscher eine Lösung gefunden – auf der Basis von Nanotechnik. von Rolf Heßbrügge Majestätisch überragt der haushohe und über 60 Meter lange Rumpf der „Vasa“ alle anderen...

Mond, Wasser, Mondwasser
Wissenschaft

Lunare Wasserstellen

In ewig dunklen Kratern an den Mondpolen überdauerte Wassereis bereits Milliarden von Jahren. Wasser-Moleküle finden sich aber auch im Gestein unter hellem Sonnenlicht. von THORSTEN DAMBECK Der Mond ist knochentrocken – so lautete nach den Apollo-Missionen jahrzehntelang das Mantra der Experten. Sie stützten sich auf chemische...

Weitere Lexikon Artikel

Mehr Artikel zu diesem Thema

Weitere Artikel aus dem Wahrig Synonymwörterbuch

Weitere Artikel aus dem Wahrig Fremdwörterlexikon

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Bereich Gesundheit A-Z

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon