Wahrig Herkunftswörterbuch

Boykott
Wenn man mit jemandem keinen Handel mehr treiben oder keine politischen Beziehungen mehr unterhalten möchte, ruft man zum Boykott gegen ihn auf: man boykottiert ihn. Gemeint ist damit eine Ächtung des Betreffenden: ein Ausschluss von einer Gemeinschaft, deren moralische Standards der Boykottierte nicht erfüllt. Oft wendet sich daher ein Boykott gegen diktatorische Regimes oder bestimmte Konzerne, deren Vorgehensweise von den Konsumenten nicht gebilligt wird, etwa weil sie unter inhumanen Bedingungen produzieren oder den Schutz der Umwelt missachten.
Namensgeber ist der einst als Gutsverwalter tätige englische Hauptmann Charles C. Boycott (18321897), der im Jahre 1880 Pächtern in der irischen Grafschaft Mayo mit solch unerbittlicher Strenge entgegentrat, dass niemand mehr für ihn arbeiten wollte. Man mied ihn auch gesellschaftlich, und unter dem Einfluss der Irischen Landliga weigerte sich sogar die Eisenbahn, Boycotts Vieh zu transportieren bis dieser schließlich im Dezember 1880 resignierte und aus Irland auswanderte.
Ingenuity, Mars
Wissenschaft

Ferne Welten aus der Vogelperspektive

Ingenuity, der erste Helikopter auf dem Mars, hat gut 1.000 Tage lang die Erforschung des Planeten beflügelt. Auch andernorts im Sonnensystem wird der Flugverkehr zunehmen. von THORSTEN DAMBECK Es klang wie eine Todesanzeige, als das Wissenschaftsmagazin nature seinen Lesern im Februar 2024 mitteilte: „Ingenuity, das erste Gerät...

Foto einer blühenden Pflanze der Art Asarum simile
Wissenschaft

Ursprung des Aasgeruchs mancher Blumen entdeckt

Manche Pflanzen locken bestäubende Insekten nicht mit süßen Düften an, sondern mit dem Gestank der Verwesung. Wie Blumen diese „Stinkstoffe“ herstellen, haben nun Biologen mittels DNA-Vergleichen von Asarum-Pflanzen herausgefunden. Demnach weisen die Blütenzellen bei einigen Arten in ihrem Erbgut Veränderungen in einem einzelnen...

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