Wahrig Herkunftswörterbuch
Fasching
bair.–österr. für:
Fas(t)nacht
♦
das Wort ist zuerst im
Mhd.
als vaschanc, vaschang, vassang belegt und wurde als „Ausschank des Fastentrunks“ gedeutet, so wie man Fas(t)nacht als „Abend vor Beginn der Fastenzeit“ auslegte. Vielleicht liegt das mhd.
Wort faseln „fruchtbar sein, gedeihen“ zugrunde mit ahd.
fasal „Nachkommenschaft“ und mhd.
vasel „Zuchtvieh“ (vgl. mhd.
Faselhengst „Zuchthengst“), was auf eine alte Bedeutung „Fruchtbarkeit“ hinweist; demnach war der Fasching oder die Fas(t)nacht urspr. ein Fruchtbarkeitsfest im Vorfrühling, worauf auch heute noch manche Bräuche und Spiele an diesem Tag hindeuten. Gegen diese Deutung wird auf eine Herkunft aus idg.
*pwos „reinigen, läutern“ verwiesen, also auf eine christlichen Gebräuchen anverwandelte Reinigungsnacht (mit Fasten)
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