Wahrig Herkunftswörterbuch

Fetzen

die Bezeichnung geht auf
mhd.
vetze zurück, die weitere Etymologie ist umstritten; eine Deutung besagt, dass der Ausdruck zur
altnord.
Sippe von fót „Kleider“ gehört und so
germ.
*fatjon „zum Kleid Gehöriges“ vorausgesetzt werden kann; eine andere Deutung beruft sich auf die vor allem semantische Ähnlichkeit zu
ital.
pezza „Lappen“ und nimmt als Ursprung ein gallisches Wort für „Flicken, Stoff, Lumpen“ an, das z. B. in
kymr.
peth „Teil, Stück“ bezeugt ist; ugs. fetzig „toll, schön“ ist erst seit dem 20. Jh. gebräuchlich
Immanuel_Kant_(1724_bis_1804):_Gemälde_von_Johannes_Heydeck_aus_dem_Jahr_1872_nach_einem_früheren_Portrait_des_Berliner_Malers_Gottlieb_Doebler_1791.
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