Wahrig Herkunftswörterbuch
hermachen: etwas von sich hermachen
Ursprünglich bedeutete hermachen schlicht „schaffen, formen, gestalten“. Im 17. Jahrhundert gelangte das Wort als Fachbegriff in die Kunstwelt und wurde vor allem in Bezug auf Theater und Musik verwendet. Daraus ergibt sich auch der negative Anklang, den das Wort in der Wendung etwas hermachen „wirkungsvoll aussehen, eindrucksvoll sein“, doch in noch viel stärkerem Maße in der Redensart viel von sich hermachen „sich gern in den Vordergrund spielen, Aufmerksamkeit erzeugen“ für heutige Ohren hat. Das Künstlerische wird mit dem Künstlichen gleichgesetzt und führt zu der Bedeutung „sich aufspielen, übertreiben“, die auch andeutet, dass derjenige, der etwas von sich hermacht, sich auf das Lügen und Täuschen versteht.
Wissenschaft
Antidepressiva bei Demenz: Nützlich oder schädlich?
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Wissenschaft
Warum Zecken bakterielle Helfer benötigen
Zecken ernähren sich von menschlichem und tierischem Blut und können bei ihren Bissen Krankheitserreger übertragen. Nun haben Forschende einen möglichen Weg gefunden, den Zeckenbestand künftig besser regulieren zu können und damit das Erkrankungsrisiko zu senken. Als Angriffspunkt könnten dabei spezielle Bakterien dienen, die im...