Wahrig Herkunftswörterbuch

1. Kiel

harter Teil der Vogelfeder
mhd.
kil, weitere Herkunft unklar; eine Entlehnung aus
lat.
caulis „Stängel, Federkiel“ kann nicht sicher nachgewiesen werden, die Verwandtschaft mit
engl.
quill „Federkiel“ dagegen wird mit Bestimmtheit angenommen
2. Kiel
Grundbalken von Schiffen
der Ausdruck wurde im 16. Jh. aus
mnddt.
kel, kil übernommen; eine Entlehnung aus den altnordischen Sprachen wird angenommen; dort auch in der Bedeutung „Halsförmiges, Geschwungenes“; wahrscheinlich auf dieser Grundlage auch verwandt mit Kehle; die Zusammensetzung
kielholen
„Schiff so legen, dass man die unteren Teile bearbeiten kann“ geht auf
nddt.
kielholen und
ndrl.
kielholen zurück und bedeutet ursprünglich „den Grundbalken des Schiffes hervorholen“; der Ausdruck
Kielwasser
stammt aus dem 18. Jh. und bezeichnet die Wasserspur, die sich hinter einem fahrenden Schiff herzieht
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