Wahrig Herkunftswörterbuch
Krawall
Als Krawalle bezeichnet man heute vor allem „gewalttätige Straßenunruhen“: Schon der österreichische Staatskanzler Metternich nannte die Revolution von 1848 einen Bürgerkrawall. Um 1800 kam der Ausdruck Krawall als „Lärm, Aufruhr, lauter Streit“ in Deutschland auf, mit dem ursprünglich verschiedene Arten der „Lärmbelästigung“ gemeint waren. Eine mögliche Herleitung ist das mlat. charavallium „Katzenmusik, Straßenlärm“ bzw. das mfrz. charivalli, das auch eine Art Lärm bezeichnete – nämlich den, den die Hochzeitsgäste veranstalteten, nachdem sich das Brautpaar zurückgezogen hatte. „Spektakel, Durcheinander, Lärm“ bedeutet das auch ins Deutsche entlehnte, heute selten verwendete frz. Wort charivari. Andere leiten dagegen Krawall von dem mundartlichen Verb rebellen „lärmen“ ab (bair. Grebell, hess. Graball).
Wissenschaft
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Wissenschaft
Kosmische Nachzügler und Magnete
Zwei schwergewichtige Sterne endeten in einer katastrophalen Kollision. Das Verschmelzungsprodukt ist ein seltsam verjüngter Stern mit einem enormen Magnetfeld. von THORSTEN DAMBECK Zwei Sonnen strahlen hell im All, / bis sie aufeinanderprallen, / einsame Sterne ohne Wahl, / in kosmischer Gewalt gefangen“ – das hat das Programm...
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