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Funktionelle Lebensmittel

Was ist dran am "Designer Food"?

Funktionelle Lebensmittel – auch bekannt unter den Begriffen „Functional Food“, „Designer Food“, „Wellness Food“, „Pharma Food“ oder „Medical Food“ – sind schlicht und ergreifend Lebensmittel, die nicht nur sättigen und den Körper mit lebenswichtigen Nährstoffen versorgen, sondern durch unterschiedlichste Zusätze weitere gesundheitliche Nutzen bieten. Immer öfter finden wir in den Supermarktregalen „probiotische Joghurtdrinks“, „LC1-Joghurt“ oder „ACE-Säfte“. Die Angebote der Lebensmittelindustrie kommen dem Wunsch der Konsumenten entgegen, sich gesund zu ernähren, das aber möglichst unkompliziert und ohne großen Aufwand. Kein Wunder also, dass diese neuen Lebensmittel voll im Trend liegen. Lernen Sie einige dieser Produkte kennen und beurteilen Sie selbst, ob sie in Ihrer Ernährung eine gesunde Ergänzung darstellen können.

Probiotika

Zu den funktionellen Lebensmitteln gehören die Probiotika, Milchprodukte, deren besondere Zusammensetzung positiven Einfluss auf die Dickdarmflora und somit auf den gesamten Organismus haben.

 

Gleichgewicht für die Darmflora

Damit unser Organismus gut funktioniert, bedarf es einer gesunden Darmflora. Sie sorgt dafür, dass unser Abwehrsystem optimal gegen alle möglichen Krankheiten schützt. Außerdem spalten die Mikroorganismen der Darmflora Nahrungsmittelbestandteile, die aus dem Dünndarm unverdaut in den Dickdarm gelangen. Eine gut funktionierende Darmflora benötigt vor allem ein Gleichgewicht aus so genannten „guten“ und „schlechten“ Mikroorganismen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf den Milchsäurebakterien.

 

Wackere kleine Kerlchen – Milchsäurebakterien

In der Regel werden Bakterien im Magen-Darm-Bereich durch Magen-oder Gallensäure vernichtet. Das wiederum bedeutet, dass sie keine Chance haben, in den Dickdarm zu gelangen, um dort bei der weiteren Verdauung zu helfen. Aus diesem Grund begannen Wissenschaftler bereits vor vielen Jahren mit der Züchtung resistenterer Milchsäurebakterien, die aufgrund ihrer robusten Beschaffenheit den Weg bis in den Dickdarmbereich schaffen. Die Rede ist von speziellen Milchsäurebakterien wie dem Lactobacillus acidophilus 1 (LA1) und dem Lactobacillus casein (LGG). Bis zu 40 Prozent dieser Mikroorganismen überleben die Passage durch Magen und Dünndarm und siedeln sich anschließend in der Dickdarmschleimhaut an. Dort können sie durch die Harmonisierung der Darmflora ihre gesundheitsfördernde Wirkung entfalten: Sie beugen Darminfekten vor, wirken verdauungsfördernd und stärken die natürlichen Abwehrkräfte. Diese Wirkungen begünstigen Sie, indem Sie probiotische Milchprodukte in Ihren Speisezettel einbauen.

 

Geben Sie den Darmkrämpfen Saures!

Menschen, die unter einer Milchzuckerunverträglichkeit (Laktoseintoleranz) leiden, denken womöglich, dass sie auf die gesunden probiotischen Produkte verzichten müssen. Wenn Sie nicht an der schlimmsten Form der Laktoseintoleranz leiden, bei der Sie bereits auf mikroskopisch geringste Mengen Milchzucker reagieren, sind Befürchtungen nicht angebracht. Milchsäurebakterien bauen Milchzucker ab und verwandeln ihn in Milchsäure. Probiotische Milchprodukte unterstützen also zusätzlich eine Funktion, die Ihrem Körper durch den Mangel am Enzym Laktase fehlt: es fördert die Verwertung des Milchzuckers und macht ihn dadurch für Sie verträglicher.

 

Der gesunde Joghurt

Um den ohnehin gesunden Joghurt noch weiter aufzuwerten, werden immer mehr Joghurtsorten zusätzliche Milchsäurebakterien hinzugefügt. Sie erkennen diese Produkte im Supermarkt an Bezeichnungen wie „LC1“, „Bifidus“ oder „Actimel“. Hier spielen vor allem Lactobazillen und Bifidobakterien eine Rolle - zwei Bakterienarten, die den krankheitserregenden Keimen im Darm den Garaus machen.

Während gesunde Babys noch besonders viele Milchsäurebakterien in ihrer Darmflora aufweisen, reduzieren sie sich beim Erwachsenen mit zunehmendem Alter auf unter 25 Prozent. Ein guter Grund also, über probiotische Milchprodukte zusätzliche Milchsäurebakterien aufzunehmen.

Achten Sie beim Kauf und Verzehr probiotischer Produkte besonders auf das Haltbarkeitsdatum. Je frischer die Lebensmittel sind, desto höher ist die Anzahl der Milchsäurebakterein. Bedenken Sie auch folgende Aspekte: Essen Sie möglichst viel frisches Obst und Gemüse. Die darin enthaltenen Stoffe fördern das Wachstum nützlicher Darmbakterien. Bauen Sie jeden Tag Vollkornprodukte in Ihren Speiseplan ein. Auch sie wirken positiv auf die Darmflora. Für eine gesunde Darmflora sollten Sie regelmäßig milchsaure Produkte wie Joghurt oder Sauerkraut verzehren. Ob der Joghurt probiotisch oder herkömmlicher Zusammensetzung ist, spielt dabei eine untergeordnete Rolle.

 

Kontinuität ist wichtig

Lediglich wer regelmäßig zu probiotischen Lebensmitteln greift, erzielt dadurch einen Nutzen für die Gesundheit. Nur so erlauben Sie es den Bakterien, sich dauerhaft im Darm anzusiedeln. Stoppen Sie allerdings plötzlich den Verzehr von Probiotika, hört deren gesundheitsfördernde Wirkung nach ein bis drei Wochen auf.

 

Prebiotika

Prebiotika haben einen ähnlichen Einfluss auf unsere Darmflora wie probiotische Lebensmittel. Allerdings unterscheiden sie sich in einem entscheidenden Punkt: Sie enthalten keine zusätzlichen Bakterien, sondern Ballaststoffe, die als Nahrung für bestimmte Darmbakterien dienen und damit deren Vermehrung fördern. Zu diesen Ballaststoffen gehören der pflanzliche Zuckerstoff Inulin und die Oligofruktose, ein Fragment des Inulins. Prebiotische Zusätze werden vor allem in Joghurtprodukten und Fitnessgetränken verwendet.

 

Ballaststoffe sind ein gutes Laster

Ballaststoffe fördern die Darmtätigkeit und helfen so, Verstopfung vorzubeugen. Außerdem sorgen sie dafür, dass der Blutzuckerspiegel nach dem Essen nur langsam wieder ansteigt und weniger starke Tagesschwankungen zeigt - die Leistungsfähigkeit wird dadurch erhöht. Unsere tägliche Ernährung sollte daher auch in ausreichendem Maße Ballaststoffe enthalten. Wir finden sie vor allem in Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten.

 

Vorsichtig auf Prebiotika umsteigen

Wollen Sie zusätzlich prebiotische Lebensmittel zu sich nehmen, sollten Sie sie behutsam in Ihren persönlichen Speiseplan einbauen. Tasten Sie sich lieber langsam heran, denn manche Menschen reagieren mit Blähungen, Magenschmerzen und sogar Durchfall auf zusätzliche Ballaststoffe.

 

Wo Prebiotika helfen können

  • Sie helfen, Übergewicht zu vermeiden
  • Sie beugen Darminfektionen vor
  • Sie harmonisieren die Darmtätigkeit
  • Sie reduzieren den Cholesterinspiegel und harmonisieren den Fettstoffwechsel
  • Sie beugen Knochenschwund und unzureichender Knochenbildung vor.

 

Inulin

Dieser pflanzliche Zuckerstoff erinnert in seiner chemischen Struktur an Stärke und kommt auf natürliche Weise in vielen Gemüsearten vor, z. B. Artischocken, Spargel, Lauch, Zwiebeln, Schwarzwurzeln und Knoblauch. Sie gelangen unverdaut in den Dickdarm und werden dort von den Bifidobakterien weiterverwertet. Dieser Vorgang hält krankheitserregende Keime davon ab, sich im Organismus auszubreiten.

Inulin aus der so genannten Topinamburknolle (auch „Erdartischocke“ genannt) führt zu einem hohen Sättigungseffekt. Andere Kohlenhydrate werden im Darm weniger rasch aufgenommen und der Blutzuckerspiegel bleibt somit ausgeglichen. Heißhunger kann also gar nicht erst entstehen. Außerdem wird Kalzium besser vom Körper verwertet und die Blutfette gesenkt.

 

Oligofruktose

Dieser Ballaststoff schmeckt ähnlich wie Zucker, wenn auch nicht ganz so süß. Deshalb findet man ihn zusammen mit anderen Süßstoffen oft in „light“-, also zuckerreduzierten Produkten.

Inulin und Oligofruktose finden Sie vorwiegend in Sauermilchprodukten, Fertigdesserts und Brotaufstrichen wie Margarine. Soja enthält übrigens ähnliche Stoffe wie Oligofruktose. Sie sollten daher öfter mal Sojaprodukte essen - etwa Sojabohnenkeimlinge oder Tofu - oder verwenden Sie einfach häufiger Sojasauce zum Würzen.

 

Coenzym Q 10

Ein weiterer Ergänzungsstoff für funktionelle Lebensmittel ist das Coenzym Q 10, auch Ubichinon genannt. Es tritt in der Natur immer dort in Aktion, wo es um die Energieversorgung der Zellen geht. Ist im menschlichen Körper nicht genügend von dieser Substanz vorhanden, kann es zu einer Beeinträchtigung der Leistungsfähigkeit des gesamten Organismus kommen. Im Gegensatz zu Vitaminen kann der Körper das Coenzym Q 10 problemlos selbst herstellen. Es ist für den Stoffwechsel unentbehrlich. Im Bereich der Lebensmittel findet man das Coenzym vor allem in Pflanzenölen, Brokkoli, Fisch, Eiern und Fleisch.

 

Organismus und Coenzym Q 10

Das Coenzym Q 10 spielt nicht nur bei den Energie produzierenden Prozessen der Körperzellen eine wichtige Rolle, sondern schützt auch vor so genannten freien Radikalen. Gerade bei erhöhter UV-Strahlung, hohen Ozonwerten oder starker Belastung durch Umweltgifte sowie im Alter brauchen die Hautzellen vermehrt Q 10, um mit den vielfältigen Außenreizen fertig zu werden.

Etwa ab dem 40. Lebensjahr beginnt die Eigenproduktion des Q 10 abzunehmen. Durch Rauchen, ungesunde Ernährung, Alkoholkonsum und Medikamente beschleunigt sich dieser Prozess sogar noch. Sie können den Alterungsprozess verlangsamen und gleichzeitig Ihre Abwehrkräfte stärken, indem Sie den Coenzym Q 10-Spiegel im Organismus durch Einnahme eines Ergänzungspräparats konstant hoch halten.

Die Folgen eines Mangels an Coenzym Q 10 sind:

  • Ermüdungserscheinungen
  • Nervenstörungen
  • Abnahme der körperlichen und geistigen Leistungsfähigkeit
  • Schwächung des Immunsystems
  • Wundheilungsstörungen
  • Erhöhte Anfälligkeit für Infektionskrankheiten und Allergien
  • Herz-Kreislauf- und Lebererkrankungen
  • Wirksamkeitseinbußen bei Medikamenten.

 

Wann benötigen Sie zusätzliches Coenzym Q 10?

Heute leiden immer mehr Menschen unter großem körperlichen, geistigen und seelischen Druck. Darüber klagen nicht nur Manager und Spitzensportler, sondern auch Schüler, alte und kranke Menschen. Zu viel negativer Stress schwächt unser Immunsystem und hat eine erhöhte Anfälligkeit für Krankheiten zur Folge. Der Körper entzieht nämlich unter diesen Bedingungen bestimmten Körperregionen das Q 10 und führt es Zellen in anderen Regionen zu. Auf diese Art kann es zu Mangelerscheinungen an Q 10 kommen, da der Körper je nach Stressbelastung mehr Vitalstoffe braucht. Diese müssen dann gegebenenfalls von außen zugeführt werden, was bei Spitzensportlern häufig praktiziert wird.

Wenn Sie allerdings regelmäßig Sport treiben, ist eine Extrazufuhr nicht erforderlich.

 

Arteriosklerose

Forscher fanden heraus, dass Cholesterin nur dann zu Verkalkungserscheinungen führt, wenn es im Körper über den Bedarf hinaus gespeichert wird. Nur dieses überschüssige und vom Körper nicht benötigte Cholesterin bleibt im Blutkreislauf und lagert sich in den Arterien ab. Die daraus entstehende Verengung der Blutgefäße bezeichnet man als Arteriosklerose. Um ihr vorzubeugen, sollte man weniger Cholesterin zu sich nehmen und regelmäßig Sport treiben, da dies den Cholesterinspiegel senkt. Eine medikamentöse Behandlung erhöhter Cholesterinwerte sollten Sie möglichst vermeiden. Die üblichen Medikamente setzen nämlich einen regelrechten Teufelskreis frei: Sie senken nicht nur das Cholesterin, sondern gleichzeitig auch den Q 10-Spiegel. Dies wiederum kann zu den oben beschriebenen Krankheiten führen.

 

Blutdruck und Herz-Kreislauf-System

Viele Menschen leiden heutzutage unter Bluthochdruck. Gründe dafür sind unsere veränderten Lebensformen mit weniger Bewegung, erhöhtem Stress und falscher Ernährung. Das Coenzym Q 10 kann auch hier helfen. Zum einen hat es eine blutdrucksenkende Wirkung, zum anderen unterstützt es auch die Wirkung von blutdrucksenkenden Medikamenten. Auch die Herzmuskulatur profitiert vom Coenzym Q 10. Ein Mangel führt zu verschiedensten Herzerkrankungen. Achten Sie deshalb besonders ab dem 40. Lebensjahr darauf, dass Sie Ihrem Körper genügend Q 10 zuführen. Dies kann sowohl über die entsprechenden Nahrungsmittel oder über synthetisch hergestellte Coenzym-Q 10-Produkte geschehen.

 

Lebererkrankungen und Nervensystem

Lebererkrankungen lassen sich in vielen Fällen auf einen Mangel an Coenzym Q 10 zurückführen - ein Stoff, den die Leber in gesundem Zustand normalerweise selbst produziert. Mit zunehmendem Alter oder auch bei einer chronischen Hepatitis oder einer Leberzirrhose geht der Q 10-Anteil im Körper um die Hälfte zurück. Mit der entsprechenden Ernährung oder der Einnahme von Q 10-Präparaten können Sie diesen Mangel ausgleichen und die entsprechenden Krankheiten sogar in Grenzen halten. Coenzym Q 10 sorgt unter anderem auch dafür, dass Nervenreize richtig weitergeleitet werden. Zwar kann die Alzheimer-Krankheit durch Q 10 nicht geheilt werden; es gibt jedoch Hinweise, dass der fortschreitende Prozess verlangsamt werden kann.

 

Energy Drinks

Lassen Sie sich nicht unnötig von der Industrie täuschen. Die heute in unterschiedlichsten Zusammensetzungen angebotenen Energy Drinks wirken in erster Linie durch ihren hohen Koffeingehalt belebend. Dieser ist etwa doppelt so hoch wie bei herkömmlichen koffeinhaltigen Getränken wie Cola. Die preiswertere Alternative ist hier eine starke Tasse Kaffee - sie wirkt genauso gut.

Sollten Sie doch zu Energy Drinks greifen wollen, betrachten Sie diese auf keinen Fall als Durstlöscher! Außerdem kann es - gerade bei Jugendlichen sowie empfindlichen und älteren Personen - bei übermäßigem Genuss leicht zu Herzrasen oder Schwindelanfällen kommen.

 

Alkohol meiden!

Eine wichtige Grundregel beim Konsum von Energy Drinks lautet: Niemals mit Alkohol mischen! Gerade Jugendliche sind sich der Gefahr nicht bewusst, der sie sich damit aussetzen: Es ist bekannt, dass die Wirkung von Alkohol um ein Mehrfaches verstärkt wird, sobald er mit Koffein gemischt wird. Folgen des Konsums sind nicht nur gefährliche Fehleinschätzungen, z. B. in Bezug auf das eigene Reaktionsvermögen, sondern je nach körperlicher Verfassung auch ein Kreislaufkollaps.

 

Iso-Drinks – das Non Plus Ultra?

Wer regelmäßig und viel Sport treibt, hat sicher schon Bekanntschaft mit Iso-Drinks gemacht. Das sind isotonische Getränke, die zum Ausgleich von Nährstoffverlusten angeboten werden. Doch mehr als Wasser, Kohlenhydrate, Mineral- und Aromastoffe sowie ein paar Vitamine enthalten sie nicht. Alle diese Stoffe kann man auch auf natürlichere und obendrein preiswertere Art zu sich nehmen: Am besten eignet sich nach sportlicher Anstrengung eine Mischung aus 1/4 Apfelsaft und 3/4 Mineralwasser. Dieses erfrischende Getränk bringt den Körper wieder auf Touren, da das Mineralwasser den Körper mit genau den Stoffen versorgt, die er durch die sportliche Betätigung ausschwitzt: Natrium, Magnesium und Kalium.

 

Ungesättigte Fettsäuren

Hauptbestandteile aller Nahrungsfette sind Fettsäuren, von denen es zwei Arten gibt. Ungesättigte Fettsäuren (z. B. Linolsäure) sind besonders reaktionsfähig und kommen in Pflanzen- und Fischölen vor. Allerdings kann der Körper sie nicht selbst aufbauen. Gesättigte Fettsäuren sind wesentlich ungesünder, da sie im Übermaß unbenötigte Energie liefern. Sie sind in allen tierischen Fetten - also auch in Wurst und Butter - enthalten.

Einfach ungesättigte Fettsäuren werden vom Körper benötigt, um die Funktion der Zellmembranen zu gewährleisten. Man findet sie hauptsächlich in Oliven- und Rapsöl. Mehrfach ungesättigte Fettsäuren zählen zu den essenziellen Fettsäuren. Sicher haben Sie schon von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren gehört. Beide sind für den Körper lebenswichtig, er kann sie jedoch nicht selbst produzieren. Umso wichtiger ist es also, dass wir sie mit der täglichen Nahrung zu uns nehmen. Diese Fettsäuren finden sich in fast allen pflanzlichen Fetten (vor allem im Sonnenblumen-, Soja- und Leinöl) sowie in Seefischen (besonders Lachs, Hering und Tunfisch). Aufgrund ihres hohen Gehalts an essenziellen Fettsäuren sind pflanzliche Öle auch wesentlich gesünder als tierische Fette.

 

Omega-6-Fettsäuren

Als Omega-6-Fettsäure bezeichnet man die Linolsäure und die Gamma-Linolsäure. Viele Pflanzenöle enthalten Linolsäure. Gamma-Linolsäure finden Sie eher in Hanf-, Johannisbeerkern- und Borretschsamenöl. Bei der Behandlung von Neurodermitis zeigt Gamma-Linolsäure eine positive Wirkung.

 

Omega-3-Fettsäuren

Omega-3-Fettsäuren sorgen für die Erweiterung der Blutgefäße, verhindern Herzrhythmusstörungen und senken die Blutfettwerte. Da sie der Bildung von Blutgerinnseln entgegenwirken, reduzieren sie auch die Thrombosegefahr. Heilsame Wirkungen der Omega-3-Fettsäuren ergeben sich auch bei Rheuma, Darmentzündung und Asthma. Omega-3-Fettsäuren finden sich vorwiegend in Leinöl (zu etwa 60 Prozent), in Weizenkeim-, Raps-, Soja- und Walnussöl. Kaltwasserfische wie Tunfisch, Makrele oder Hering sind wegen ihres hohen Gehalts zu empfehlen.

Aber Vorsicht: Nehmen Sie nicht zu viel Omega-3-Fettsäuren in Form von Fischölkapseln zu sich, denn Fischöl erhöht die Cholesterinwerte im Blut, was wiederum das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöht. Wenn Sie Omega-3-Fettsäuren zusätzlich zu sich nehmen wollen, sollten Sie sich vorher unbedingt von Ihrem Arzt beraten lassen.

 

Fisch ist gesund

Eine gesunde Alternative zu den synthetisch hergestellten (und teuren!) Fischölkapseln ist der Verzehr von Seefisch ein- bis zweimal pro Woche. Er enthält genügend Omega-3-Fettsäuren und das lebenswichtige Jod, gleichzeitig jedoch wesentlich weniger Cholesterin als z. B. Eier.

aus der wissen.de-Redaktion
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