Daten der Weltgeschichte
Ein gescheiterter Mordversuch
Im Jahre 59 ließ Kaiser Claudius Nero seine Mutter Agrippina die Jüngere ermorden. Ein erster Versuch, Agrippina auf dem offenen Meer mit Hilfe eines präparierten Schiffes umzubringen, war zuvor gescheitert. Darüber berichtet Tacitus:
Die Götter sandten eine sternhelle Nacht und ein ruhiges Meer, als sollte die Tat nicht verborgen bleiben. Das Schiff war noch nicht weit gefahren; in Agrippinas Nähe weilten zwei ihrer Vertrauten, Creperius Gallus und Acerronia, die auf Agrippinas Füße gelehnt dasaß ... Da stürzte auf ein verabredetes Zeichen das durch Blei stark beschwerte Dach des Kajütenraumes herab. Creperius wurde erdrückt und war auf der Stelle tot. Agrippina und Acerronia wurden durch die hohen Lehnen des Ruhebettes geschützt, die stark genug waren, um der Last standzuhalten. Auch erfolgte der Zerfall des Schiffes nicht, denn alles war in Aufregung, und die Masse der Uneingeweihten behinderte die Tätigkeit der Mitwisser ...
Acerronia schrie in ihrer Torheit, sie sei Agrippina - man sollte die Kaiserinmutter retten! - und wurde mit Stangen und Rudern und zufällig erhaschten Schiffsgeräten erschlagen. Agrippina verhielt sich still, wurde weniger beachtet und erhielt nur eine Wunde an der Schulter; schwimmend, dann in einem Kahn gelangte sie in den Lukriner See und begab sich in ihre Villa ... Sie schickte ihren Freigelassenen Agermus an Nero und teilte ihm mit, dass sie durch Gnade der Götter und ihm zum Glücke einem schweren Unfall entronnen sei.
Wissenschaft
„Die Gefahren gehen vor allem von uns Menschen aus“
Der Soziologe Andreas Anton über die Notwendigkeit, sich auf den Kontakt mit Außerirdischen vorzubereiten. Das Gespräch führte RÜDIGER VAAS Herr Dr. Anton, ist Exosoziologie nicht Eskapismus angesichts von Kriegen oder Klimakatastrophen? Das eine schließt das andere natürlich nicht aus. Die großen Probleme der Welt sollten uns...
Wissenschaft
Ein schlechtes Mikrofon lässt uns dümmer wirken
Wenn wir mit anderen Menschen sprechen, achten wir automatisch auf den Tonfall. In Videocalls beeinflusst zusätzlich die Qualität des Mikrofons, wie die Teilnehmenden den Sprecher wahrnehmen, wie Forschende in Online-Experimenten herausgefunden haben. Demnach wirken Menschen mit einem „blechern“ klingenden Mikrofon negativer auf...