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Kesselschlachten in Russland

Große Erfolge und erste Schwierigkeiten

Die ersten Wochen des Russlandfeldzugs werden von den Nachrichten über gewaltige Kesselschlachten dominiert. Dabei gelingt es den schnellen Panzerverbänden der Wehrmacht immer wieder, starke Verbände der Roten Armee einzukesseln und in so genannten Kesselschlachten fast völlig aufzureiben.

5. Juli 1941 - Einheiten der deutschen Wehrmacht durchbrechen im nördlichen Einsatzgebiet der Heeresgruppe Süd die sowjetische Stalin-Linie, eine zum Teil mit schweren Befestigungen ausgebaute Verteidigungslinie der Roten Armee. Sie erstreckt sich vom Ostufer des Dnjestr bis in den Raum westlich von Opotschka.

"Fall Barbarossa"

Deutsche Panzer dringen weit in sowjetisches Gebiet an der Ostfront vor, um die Truppen der Roten Armee einzuschließen. In den ersten Kriegsjahren kommen vornehmlich Panzer des Typs "Kampfwagen 3" zum Einsatz, die seit dem Jahr 1936 gebaut werden und 1938/39 in einer verbesserten Version in Serie gingen.

An allen Frontabschnitten kommen die deutschen Einheiten in den ersten Tagen des Angriffs auf die Sowjetunion (22.6.) schnell voran, da der Gegner nicht auf die deutsche Offensive vorbereitet ist. Die deutsche Wehrmachtsführung und Reichskanzler Adolf Hitler verfolgen das Ziel, durch schnelle Panzervorstöße die Hauptstreitkräfte der Roten Armee im europäischen Teil der UdSRR zu umzingeln und zu vernichten. In der Weisung Nr. 21, in der Hitler die Ziele des Krieges gegen die Sowjetunion unter dem Codenamen "Unternehmen Barbarossa" formulierte, wird der deutschen Wehrmacht die Aufgabe gestellt, schnellstmöglich eine Linie zu erreichen, "aus der die russische Luftwaffe reichsdeutsches Gebiet nicht mehr angreifen kann. Das Endziel der Operation ist die Abschirmung gegen das asiatische Russland aus der allgemeinen Linie Wolga-Archangelsk". Mit jedem Tag wächst der Widerstand der sowjetischen Armee gegen die schnell vorrückenden deutschen Verbände, so dass sich deren Vormarsch verlangsamt.

Die Schlagkraft der deutschen Verbände wird geschwächt durch unterschiedliche strategische und taktische Vorstellungen über die Kriegführung in der Wehrmachtsspitze und Befehlsänderungen von Hitler. Starke Regenfälle erschweren außerdem den Vormarsch der deutschen motorisierten Truppen, die im Schlamm der zum Teil nicht befestigten Straßen steckenbleiben. Darüber hinaus kann das Oberkommando der Roten Armee Organisation und Schlagkraft seiner Truppen verbessern (5.8.).

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Chronik Jahresband 1941
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