Lexikon
Ägypten
Von der Flutbewässerung zum Ganzjahresanbau
Obgleich nur etwa 4% der Fläche ackerbaulich genutzt werden können, bildet die Landwirtschaft seit alters her die Lebensgrundlage der Bevölkerung. Hauptanbaugebiete sind das Niltal und das Nildelta sowie einige Wüstenoasen. In früheren Zeiten unterlag die Landwirtschaft dem von den Nilfluten abhängigen Anbaukalender. Nach der Hochwasserzeit folgte die Bestellung der Felder auf den mit frischen fruchtbaren Flusssedimenten überzogenen Böden der Nilaue. Die Felder konnten dank des nur langsam zurückweichenden Wassers mit Hilfe von Schöpfrädern mehrmals bewässert werden. Anschließend trocknete das Kulturland aus und lag bis zur nächsten Überflutung brach.
Ab 1902 hielt der erste Assuandamm einen Teil der Flut zurück, was die Anbauzeit verlängerte. Heute staut der Assuan-Hochdamm das gesamte Nilwasser auf. Das riesige Wasserreservoir dient der Stromerzeugung sowie der ganzjährigen Bewässerung. Dadurch konnten neue Anbauflächen erschlossen und der Ertrag durch mehrere Ernten im Jahr erhöht werden. Da der Damm jedoch auch den fruchtbaren Nilschlamm zurückhält, müssen die Felder künstlich gedüngt werden. Durch die Zufuhr von Wasser unter der heißen Wüstensonne steigt die Verdunstung und die Gefahr der Bodenversalzung wächst. Die Landwirtschaft kann den Nahrungsmittelbedarf Ägyptens bei weitem nicht decken, so dass hohe Einfuhren an Lebensmitteln erforderlich sind.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Bildung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Von der Flutbewässerung zum Ganzjahresanbau
- Tourismus als tragende Säule der Wirtschaft
- Eisenbahnen, Schiffe und Pipelines
- Geschichte
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