Lexikon

Geisel

[
keltisch
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in älterer Zeit eine Person, die mit ihrem Eigentum und Leben für die Erfüllung von Pflichten einer anderen Person einsteht, im Wirtschaftsleben durch die Einrichtung der schuldrechtlichen Bürgschaft abgelöst. In neuerer Zeit spielte die Geiselnahme im Kriegsrecht noch eine Rolle: als Festnahme von Angehörigen des besetzten Landes zur Verhütung von Angriffen auf die Besatzungsmacht unter Androhung der Tötung der Geiseln. Im 2. Weltkrieg kam es hierbei insbesondere auch im Zusammenhang mit der Partisanenkriegführung zu offensichtlichen Rechtsverstößen. Nach dem Genfer Abkommen vom 12. 8. 1949 ist die Geiselnahme unzulässig. Ausgehend von Lateinamerika, wird von linksgerichteten Untergrundbewegungen zur Erreichung politischer Ziele (z. B. Freilassung gefangener Mitkämpfer) in letzter Zeit immer häufiger eine Art von Geiselnahme vorgenommen; die Geiseln sind meist westliche Diplomaten oder Flugzeugpassagiere; neuerdings ähnliches Vorgehen bei Gewaltverbrechen, besonders bei Banküberfällen, um Herausgabe von Geld, freien Abzug u. a. zu erzwingen. Geiselnahme.
Linienzeichnung eines Wasserhahns mit blauer und gelber Wasserfarbe im Hintergrund.
Wissenschaft

Verwenden wir die falsche Art von Strom?

Was soll das heißen, „die falsche Art von elektrischem Strom“? Strom ist Strom. Was soll daran falsch sein? Nun ja, praktisch das gesamte Stromnetz, aus dem wir tagtäglich unseren elektrischen Strom beziehen, arbeitet mit Wechselstrom. Vereinfacht gesagt, fließen die Elektronen also in schnellem Wechsel vor- und rückwärts durch...

Kiefer eines Höhlenbären
Wissenschaft

Wie sich das Bärengebiss entwickelt hat

Ob sich ein Säugetier üblicherweise von Pflanzen oder von Fleisch ernährt, erkennt man üblicherweise am Gebiss. Beispielsweise sind bei Pflanzenfressern die hintersten Backenzähne typischerweise größer als die vorderen; bei Fleischfressern ist es andersherum. Doch Bären weichen von diesem Muster ab. Bei ihnen ist meist der zweite...

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