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4 Tipps für die Finanzberatung

Taschenrechner auf Münzhaufen
Geldanlagen immer planen und durchrechnen: Weder der Zufall noch Spontankäufe sollten eine Rolle spielen.

Finanzberatung ist wichtig, wenn Sie fürs Alter vorsorgen, Ihre Familie absichern oder ein Vermögen anlegen wollen. Denn kaum ein Verbraucher hat heute noch den Überblick über die vielfältigen Angebote an Versicherungen und Anlageprodukten. Und wenn es um Ihre finanzielle Absicherung oder eine langfristige Entscheidung wie die Finanzierung des Eigenheims geht, sollten weder der Zufall noch Spontankäufe die Oberhand behalten. Lesen Sie hier unsere Tipps, wie Sie die Finanzberatung zu Ihrem Vorteil nutzen.

Tipp 1: Die Vorbereitung

Bereiten Sie sich sorgfältig auf ein anstehendes Finanzberatungsgespräch vor. Machen Sie sich deutlich, worum es in dem Gespräch gehen soll und analysieren Sie vorab Ihre finanzielle Situation. Das können Sie mit dem Online-Tool von Tecis, einem Check ihrer Versicherungs- und Vorsorgesituation, erledigen, oder Sie listen selbst die Ziele und Ihren finanziellen Rahmen auf. Weitere Hinweise finden Sie hier.

Tipp 2: Das Beratungsgespräch

Bei der Beratung geht es um Ihre finanzielle Zukunft – diese Verantwortung kann Ihnen niemand abnehmen. Fragen Sie daher solange nach, bis Sie genau verstanden haben, was ein bestimmtes Produkt, eine Versicherung oder eine staatliche Leistung wie die Riester-Zuschläge für Sie konkret bedeuten. Finanzprodukte sind erklärungsbedürftig, und gerade wenn Sie nicht vom Fach sind, dürfen Sie erwarten, dass Ihnen die Produkte umfassend erklärt werden. Erst danach unterschreiben Sie – falls Sie überzeugt sind. Die Beratung sollte außerdem auf Ihre persönliche Situation eingehen, denn das eine richtige Produkt, das immer passt, gibt es im Finanzbereich nicht.

Tipp 3: Die Qualität der Beratung

Nach der Finanzkrise wurden einige Anstrengungen unternommen, die Qualität der Beratungsgespräche zu verbessern. Beispielsweise müssen Wertpapierberatungen protokolliert werden, damit im Nachhinein keine Unklarheiten über den Inhalt der Beratung entstehen. Doch diese Gesprächsprotokolle allein sind noch keine Garantie für eine gute Beratung, das Justizministerium sieht in der Beratungspraxis noch Defizite. Daher sollte jeder Beratungssuchende weiterhin darauf achten, ob im Gespräch beispielsweise alle Risiken genannt werden. Lassen Sie sich nicht drängen:

  • Schlafen Sie vor einer weitreichenden Entscheidung eine Nacht darüber.
  • Holen Sie weitere Angebote ein.
  • Lassen Sie sich das Beratungsergebnis schriftlich geben und bewahren Sie die Unterlagen auf.

Tipp 4: Der richtige Berater

Wählen Sie den Berater (oder die Beraterin), der zu Ihnen passt. Es gibt grundverschiedene Formen der Beratung:

  • Banken beraten über Anlageprodukte und sind Ansprechpartner für Immobilienfinanzierung. Sie verkaufen eigenen Produkte und vermitteln Produkte anderer Anbieter gegen Gebühr und Provisionen.
  • Unabhängige Finanzberater sind nicht an bestimmte Unternehmen gebunden, sie erhalten Provisionen von den verschiedenen Anbietern.
  • Andere Vertreter und Finanzdienstleister spezialisieren sich auf die Produkte eines oder mehrerer Anbieter, sie erhalten ebenfalls Provisionen.
  • Honorarberater werden vom Kunden bezahlt und verzichten auf Provisionen. Meist wird ein Stundensatz vereinbart.
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