wissen.de Artikel

Warum Menschen auch aus kulturgeschichtlicher Betrachtung sparen

 

Junge Frau bei der Schnaäppchensuche am Laptop
Durch das Internet ist das Sparen beim Einkaufen mit weniger Aufwand möglich.

© KI-generiert mit Google Gemini

Sparen stellt eigentlich schon immer ein generelles menschliches Verhalten dar und gespart wird längst nicht nur in unseren modernen Wirtschaftssystemen. Bereits in unseren ursprünglichen Zeiten als Jäger und Sammler spielte das Anlegen von Vorräten eine wichtige Rolle für das Überleben. Durch die Entwicklung von Ackerbau und mehr Handel gewann das Sparen für die Menschen mehr an Bedeutung, weil Überschüsse und Überproduktion systematischer verwaltet werden konnten und der Umgang mit Ressourcen besser planbar wurde.  

In der heutigen Zeit ist Sparen zu einem zentralen Bestandteil des Alltags geworden, und zwar in deutlich komplexerer Form als in früheren Zeiten. Hierbei handelt es sich aber immer öfter nicht um eine Notwendigkeit, sondern in vielen Fällen um eine bewusste Entscheidung für das Sparen. Menschen sparen heute beispielsweise für größere Anschaffungen, für die Altersvorsorge oder auch für den Wunsch, in Zukunft finanziell unabhängiger zu sein. Neben dem klassischen Zurücklegen von Geld für schlechte Zeiten spielen beim Sparen aber auch Preisvergleiche, digitale Informationsquellen und ein bewussterer Konsum eine wichtige Rolle.

Digitale Plattformen und Zugang zu Konsuminformationen

Durch die gestiegene Digitalisierung hat sich auch die Art und Weise verändert, wie Leute heute Kaufentscheidungen treffen. Schließlich sind heute Markttrends, Produkte und Preise quasi immer verfügbar und vergleichbar. Durch diese gestiegene Präsenz wird das individuelle Konsumverhalten beeinflusst, aber auch Plattformen wie mein-deal.com verändern sich ständig und sind durch die Bündelung von Angeboten aus verschiedenen Bereichen eine gute Anlaufstelle für Sparfüchsinnen und Sparfüchse. Aus wissenschaftlicher Seite sind solche Plattformen auch interessant, weil diese verdeutlichen, wie stark das Sparverhalten auch durch Informationsverfügbarkeit beeinflusst werden kann. In der Konsumforschung hat man immer wieder auch festgestellt, dass gut informierte Verbraucherinnen und Verbraucher grundsätzlich Kaufentscheidungen genauer reflektieren und grundsätzlich preisbewusster agieren.

Zusätzlich sorgen solche Informationsangebote im Internet auch immer mehr dafür, dass Konsumenten sich deutlich weniger passiv verhalten und immer mehr zu aktiven Konsumentinnen und Konsumenten werden. Denn Menschen vergleichen heutzutage Angebote immer genauer und hinterfragen Preise und prüfen auch Alternativen. Dadurch werden Kaufentscheidungen nicht mehr so häufig allein durch Werbung und Gewohnheiten beeinflusst.   

Die Psychologie rund um Kaufentscheidungen und das Sparen

Beim Sparen handelt es sich nicht ausschließlich um einen rationalen Prozess, denn dieser Prozess wird auch stark psychologisch geprägt. Schließlich werden emotionale Mechanismen beispielsweise durch zeitlich begrenzte Angebote, Sonderaktionen und Rabatte angesprochen. Solche Mechanismen sind tief im Gehirn von Menschen verankert. Dadurch können Begriffe wie „limitiertes Angebot“ oder „Ersparnis“ die Belohnungszentren aktivieren und beim Kauf von Angeboten ein besonders gutes Gefühl bei Käuferin oder Käufer auslösen.

Allerdings zeigt die Verhaltensökonomie in diesem Zusammenhang auch immer wieder, dass Menschen hierbei längst nicht immer objektiv handeln. Denn oftmals wird ein Produkt gekauft, weil der Preis gesenkt worden ist, und zwar unabhängig davon, ob der betreffende Artikel auch tatsächlich benötigt wird. Deshalb können Menschen mit Wissen über diese psychologischen Effekte besser mit solchen Angeboten umgehen und herausfiltern, ob die jeweiligen Produkte tatsächlich benötigt werden. Entsprechend kann man rationaler entscheiden und langfristig betrachtet besser sparen, wenn man Kaufanreize von Anbietern besser einordnen kann. 

Preisvergleich als Ausdruck von moderner Verbraucherkompetenz

Für die Kontrolle von Ausgaben gelten Preisvergleiche in der heutigen Zeit als besonders effektive Methode. Denn während in der Vergangenheit mühsam Kataloge studiert oder auch zahlreiche Geschäfte vor Ort besucht werden mussten, kann man sich heute durch digitale Preisvergleiche deutlich schneller einen guten Überblick verschaffen. Aus ökonomischer Perspektive kann diese höhere Transparenz unter anderem dazu führen, dass der Wettbewerb gesteigert wird und es insgesamt zu einer effizienteren Preisgestaltung kommt.   

Allerdings kann die deutlich größere Auswahl auch zu neuen Herausforderungen führen. Denn viele Menschen haben bei zu vielen Auswahlmöglichkeiten und Optionen. Schwierigkeiten eine Entscheidung zu treffen, wie die sogenannte „Entscheidungsparalyse“ verdeutlicht. Aus wissenschaftlicher Sicht ist daher ein ausgewogenes Maß an Informationen für fundierte Entscheidungen am besten, während zu viele Informationen auch schnell zu einer Überforderung führen können.

Sparen und Nachhaltigkeit können zusammenpassen

Lange Zeit galten Nachhaltigkeit und Sparen beim Konsum als Gegensätze. Schließlich wurden nachhaltige Produkte häufig als deutlich teurer wahrgenommen, während das Sparen eher mit Verzicht in Verbindung gebracht wurde. Heute ist aber bekannt, dass sich diese beiden Konzepte nicht ausschließen, sondern sich oftmals auch hervorragend ergänzen können. Denn wenn man langlebige Produkte kauft, bewusst konsumiert und auch mal auf Reparaturen setzt, dann kann man langfristig betrachtet Geld sparen und gleichzeitig auch den Ressourcenverbrauch reduzieren und dadurch stärker auf Nachhaltigkeit setzen.

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch

Weitere Artikel aus dem Vornamenlexikon