Wissensbibliothek

Guatemala: Kleinstaat zwischen den Ozeanen

Guatemala
Amtlicher Name:
Republik Guatemala
Fläche:
108 889 km²
Einwohner:
12,6 Mio.
Hauptstadt:
Guatemala
Amtsprache(n):
Spanisch
Währung:
1 Quetzal = 100 Centavo

Landesnatur

Wie groß ist Guatemala?

Etwa so groß wie Bayern und Baden-Württemberg zusammen. Guatemala grenzt an Mexiko, Belize, Honduras und El Salvador sowie an den Atlantik und Pazifik.

Bevölkerung

Was sind Zambos?

Mischlinge zwischen Schwarzen und Indianern. Sie bilden, ebenso wie die Weißen, eine kleine Minderheit in Guatemala. Mit rd. 60 % stellen die Indianer die größte Bevölkerungsgruppe. 30 % sind Mestizen, der Rest Schwarze und Mulatten. Vier Fünftel der Guatemalteken bekennen sich zum römisch-katholischen Glauben, bei den Indianern vermischt mit traditionellen Bräuchen.

Wirtschaft

Welche Bedeutung hat der Tourismus?

Durch den langjährigen Bürgerkrieg konnte sich der Fremdenverkehr bislang nur wenig entwickeln, obwohl Guatemala in den zahlreichen Maya-Kultstätten und abwechslungsreichen Landschaften attraktive Reiseziele besitzt. Mit über 900 000 Touristen pro Jahr gewinnt er aber rasch an Bedeutung. Knapp die Hälfte der Erwerbstätigen arbeitet in der Landwirtschaft, die zu etwa 60 % am Export beteiligt ist. Vorherrschend sind kleinbäuerliche, überwiegend auf Selbstversorgung und auf den Binnenmarkt ausgerichtete Betriebe, denen nur wenige moderne Großbetriebe mit Plantagenwirtschaft gegenüberstehen.

Hauptexportprodukte sind Kaffee, Zucker, Bananen, Baumwolle und Kardamom. Guatemala besitzt viele Bodenschätze, von denen Erdöl, Kupfer, Antimon und Nickel die bedeutendsten sind.

Geschichte

Wer sind die Maya?

Eine indianische Stammes- und Sprachgruppe mehrerer Indianervölker und -stämme mit heute etwa 2 Mio. Menschen in Mexiko, Guatemala, Belize und Honduras. Sie bilden, trotz jahrhundertealter Geschichte, keine kulturelle und politische Einheit.

Vor der Eroberung durch die Spanier 1524 war Guatemala Teil des Mayareichs. 1839 konnte sich Guatemala von seinem kolonialen Status befreien. Bis 1944 erlebte das Land unter der Herrschaft autokratischer Regenten eine Epoche der Stabilität. Nach einer kurzen demokratischen Übergangszeit übernahm 1954 die Armee die Regierung, die sie bis 1984 innehatte. 1985 erfolgte der Übergang zu Zivilregierungen.

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