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Sind Delfine wirklich intelligent?

Ja. Das gilt heute als gesichert. Es ist ihre Intelligenz, die neben ihrer Spielfreude eine Begegnung mit diesen Säugern zu einem unvergesslichen Erlebnis gestaltet. Deshalb werden Delfine auch gelegentlich zur Therapie vor allem von kontaktgestörten Kindern eingesetzt: Im Verlauf solcher Therapien bauen die Kinder zunächst eine angstfreie Beziehung zu den Tieren auf, spielen mit ihnen und lernen, dass man sich auf Delfine verlassen kann. Als Folge sind die Kinder eher bereit, sich auch auf den Therapeuten und andere Menschen einzulassen.

Schon in der Antike galt der Delfin als besonders intelligentes und anmutiges Tier, was sich in zahlreichen Legenden und Sagen niederschlug. So heißt es, der Musiker Arion sei bei einer Mittelmeerüberfahrt von der Besatzung seines Schiffes ausgeraubt worden und habe, als man ihm einen letzten Wunsch vor seinem Tod gewährte, mit seinem Gesang und Leierspiel Delfine herbeigerufen. Dann sei er über Bord gesprungen und habe sich von den Tieren an das Ufer tragen lassen. Lange wurden solche Geschichten als Seemannsgarn abgetan, aber es gibt verbürgte Berichte über Delfine, die bewusstlose Menschen an der Oberfläche gehalten und sie an den Strand bugsiert haben. Höchstwahrscheinlich ist dies kein bewusster artübergreifender Altruismus, sondern eine Instinkthandlung, die normalerweise bei verletzten Artgenossen einsetzt, um diese vor dem Ertrinken zu bewahren. Oft nehmen dabei zwei Tiere das verletzte in ihre Mitte und halten sein Atemloch über Wasser.

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