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Die Mücke – der Blutsauger

Tagsüber schwirren sie am Badesee, abends besuchen sie uns im Garten und nachts belästigen sie uns im Schlafzimmer, und immer auf der Suche nach dem Opfer – die Mücken. Eigentlich sind diese Insekten in unseren Breitengraden harmlos. Aber die kleinen Quälgeister rauben uns im Sommer den letzten Nerv – besonders im Süden der Republik. Sie lieben Regen, Feuchtigkeit und schwüle Temperaturen.

Andrea Rickert, aus der wissen.de-Redaktion

Das Opfer ist schon gefunden
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Und diese paradiesischen Bedingungen hatten die "Viecher" im Sommer 2009 beispielsweise in der Chiemseeregion zur Genüge. Die dortigen Anwohner sind darüber verzweifelt, die Urlauber flüchten. Wegen der Mückenplage wurde per Hubschrauber bereits großflächig das Mückenbekämpfungsmittel BTI verteilt. BTI steht für das Bakterium Bacillus thuringiensis israelensis. Das Mittel bewirkt, dass die Verdauung des Mückentrakts der Larven zerstört wird. Angeblich wirkt BTI nur gegen die Mücken, für Mensch und sonstige Tiere sei es harmlos. Dennoch sind die Auflagen für den Spritzmitteleinsatz von BTI extrem hoch. Aber zurück zu den Tieren.

Die Blutmahlzeit für Weibchen

Mücken sind meist langbeinige, zart gebaute und oft behaarte Insekten mit langen, fadenförmigen Fühlern. Nur die Mückenweibchen stechen Menschen und Tiere mit ihrem Rüssel und spritzen Speichel unter die Hornschuppen in die Haut. Sie benötigen Proteine, um ihre Eier zu bilden. Der Speichel ist es auch, der das Blut flüssig hält und dafür sorgt, dass der Rüssel nicht verklebt. Das erleichtert den Tieren das Blutsaugen. Dieser Speichel löst bei uns Menschen einen unangenehmen Juckreiz aus.

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