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Gesunder Babybrei

Selbst kochen oder kaufen?

Jedes Kind muss essen, um zu gedeihen. Nun sollte man meinen, dass sich im Laufe der Zeit so etwas wie eine gesellschaftliche Routine beim Übergang von der Muttermilch zur Alltagskost eingespielt hat. Tatsächlich jedoch gibt es alle paar Jahre neue Empfehlungen.

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Mutter bereitet in der Küche Babybrei zu
Derzeit wird jungen Eltern geraten, Kinder in den ersten sechs Lebensmonaten am besten ausschließlich zu stillen. Danach, so die Nationale Stillkommission, solle man schrittweise zufüttern, bis das Kind mit etwa einem Jahr am Familientisch mitessen kann. Doch manchmal klappt es mit dem Stillen nicht so recht, und viele Kinder brauchen schon vor dem 6. Monat Beikost. Immerhin haben Babys einen enormen Energiebedarf. Außerdem sind sie meist sehr neugierig und recken schon vor Ablauf der Halbjahrsfrist die Händchen nach Brot, Obst und Wurst.

 

Brot vor dem ersten Geburtstag? Bis vor wenigen Jahren waren glutenhaltige Nahrungsmittel absolut tabu – galt es doch, drohenden Allergien von vornherein die Basis zu entziehen. Doch seit 2009 empfiehlt die WHO, das Kind möglichst früh mit potentiell allergieauslösenden Stoffen wie Gluten oder tierischem Eiweiß in Kontakt zu bringen, und zwar „unter dem Schutz der Muttermilch“. Das heißt, solange das Kind weiter gestillt wird, kann man es getrost von allem kosten lassen, wonach sein Herz begehrt. Selbst, wenn es sich dabei um ein Leberwurstbrot handelt. „Die meisten Kinder lecken das Brot sowieso nur ab“, so Elke Barkowski, zertifizierte Still- und Laktationsberaterin des internationalen Verbands IBCLC. Den neuesten Empfehlungen der WHO zufolge „braucht man also weder Babygläschen, noch muss man speziellen Brei für Kinder kochen“.

 

„Ein Leben ohne Pürierstab? Undenkbar!“

So viel Freiheit wird vielen frisch gebackenen Müttern und Vätern zu weit gehen. Und Tatsache ist, dass sich weiche Speisen besser essen lassen, solange man kaum Zähne im Mund hat. Stellt sich für die meisten Eltern also weiterhin die Frage: Selber kochen oder Gläschen kaufen? Beides hat Vor- und Nachteile. Wer weder Zeit noch Gelegenheit hat, frisches Gemüse zu kochen und zu pürieren, hat vor meterlangen Regalen die Qual der Wahl und experimentiert zuhause und unterwegs mit diversen Möglichkeiten, das Eingekochte schonend und gleichmäßig aufzuwärmen. Andere gehen selbst in Produktion und können sich ein Leben ohne Pürierstab gar nicht mehr vorstellen.

 

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von wissen.de-Autorin Katja Schmid, Oktober 2013
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