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Konjunktur

Im allgemeinen Sinn ist Konjunktur ein anderer Begriff für Geschäftslage. In der Volkswirtschaftslehre spricht man von Schwankungen der Konjunktur, wenn Veränderungen von Angebot und Nachfrage auch zu Veränderungen der gesamtwirtschaftlichen Kapazitäten führen.

Der so genannte Konjunkturzyklus umfasst vier Phasen: 1. Aufschwung – nach einem vorangegangenen Tiefpunkt steigt die Produktion wieder an, 2. Boom – ist der Grad der Normalauslastung erreicht, führt ein weiterer Produktionsanstieg zu einer Überbeanspruchung der Kapazitäten (hier besteht ein Inflationsrisiko!), 3. Rezession – hier erlebt die Produktion einen Abschwung und der Auslastungsgrad sinkt, 4. Depression – hier führt ein weiterer Produktionsrückgang zu Unterauslastung (jetzt besteht die Gefahr steigender Arbeitslosigkeit). Die zyklischen Angebots- und Preisschwankungen werden auch als Schweinezyklus bezeichnet, da sie wissenschaftlich zunächst am Schweinemarkt erforscht wurden.

Die Ziele der Konjunkturpolitik sind in Deutschland im so genannten Stabilitätsgesetz verankert. Von Bund und Ländern wird erwartet, Maßnahmen zu ergreifen, die ein stabiles Preisniveau, einen hohen Beschäftigungsstand und das außenwirtschaftliche Gleichgewicht unterstützen. In der Praxis heißt das leider nicht, dass Inflationsrate, Arbeitslosenquote und Handelsbilanzsaldo (Differenzbetrag zwischen Soll und Haben) gleichzeitig auf Null sinken können.


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aus der wissen.de Redaktion / Quelle: Der Brockhaus Wirtschaft
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