Lexikon
Magenschleimhautentzündung
Gastritisentzündliche Veränderung der Magenschleimhaut unterschiedlicher Ursache. Eine akute Magenschleimhautentzündung kann z. B. durch Alkoholmissbrauch, häufige Einnahme von Medikamenten wie Schmerz- und Rheumamitteln, Cortisonpräparaten oder Cytostatika oder durch eine Lebensmittelvergiftung hervorgerufen werden. Sie tritt plötzlich auf und äußert sich durch Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen im Oberbauch.
Eine chronische Magenschleimhautentzündung verläuft oft ohne Beschwerden oder verursacht ein uncharakteristisches Druck- und Völlegefühl nach den Mahlzeiten. Ursache kann eine Autoimmunkrankheit sein (Typ A; ca. 5 %), die zu perniziöser Anämie führt, oder eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori (Typ B; ca. 80 % aller M.) oder durch Gallerückfluss (Typ C; ca. 10 %). Bei lange bestehender Magenschleimhautentzündung kann sich die Magenschleimhaut immer mehr zurückbilden. Es kommt vermehrt zur Ausbildung eines Magengeschwürs. In der fortgeschrittenen Form besteht ein erhöhtes Magenkrebsrisiko. In den meisten Fällen, wenn nämlich eine Infektion mit Helicobacter pylori vorliegt, ist eine Antibiotikumtherapie wirksam. In den anderen Fällen wird die Grundkrankheit behandelt.
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