Lexikon
Magenschleimhautentzündung
Gastritisentzündliche Veränderung der Magenschleimhaut unterschiedlicher Ursache. Eine akute Magenschleimhautentzündung kann z. B. durch Alkoholmissbrauch, häufige Einnahme von Medikamenten wie Schmerz- und Rheumamitteln, Cortisonpräparaten oder Cytostatika oder durch eine Lebensmittelvergiftung hervorgerufen werden. Sie tritt plötzlich auf und äußert sich durch Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen und Schmerzen im Oberbauch.
Eine chronische Magenschleimhautentzündung verläuft oft ohne Beschwerden oder verursacht ein uncharakteristisches Druck- und Völlegefühl nach den Mahlzeiten. Ursache kann eine Autoimmunkrankheit sein (Typ A; ca. 5 %), die zu perniziöser Anämie führt, oder eine Infektion mit dem Bakterium Helicobacter pylori (Typ B; ca. 80 % aller M.) oder durch Gallerückfluss (Typ C; ca. 10 %). Bei lange bestehender Magenschleimhautentzündung kann sich die Magenschleimhaut immer mehr zurückbilden. Es kommt vermehrt zur Ausbildung eines Magengeschwürs. In der fortgeschrittenen Form besteht ein erhöhtes Magenkrebsrisiko. In den meisten Fällen, wenn nämlich eine Infektion mit Helicobacter pylori vorliegt, ist eine Antibiotikumtherapie wirksam. In den anderen Fällen wird die Grundkrankheit behandelt.
Wissenschaft
Das Wunder lässt sich Zeit
Viel Geld ist in den letzten Jahren in die europäische Forschung zu Graphen geflossen. Doch der wirtschaftliche Durchbruch des einst gehypten Materials aus atomar dünnen Kohlenstoff-Schichten lässt weiter auf sich warten. Warum? von MICHAEL VOGEL Die Mikrochips moderner Computer können zwar sehr schnell rechnen, doch die Daten...
Wissenschaft
Der Mensch im Takt der Uhr
Die Geschichte der menschlichen Zeitmessung erzählt von technischen Unzulänglichkeiten und von teils schweren Unfällen, aber auch vom ständigen Streben nach immer mehr Genauigkeit. Von Rolf Heßbrügge Die genauesten Uhren Deutschlands ticken in Braunschweig, genauer gesagt in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt (PTB). Die...