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LEXIKON

Magengeschwür

Ulcus ventriculi; Ulkus
entzündliche Schädigung der Magenschleimhaut, die im Gegensatz zur Magenschleimhautentzündung auch tiefere Magenwandschichten betrifft. Häufigste Ursache ist die Besiedlung der Magenschleimhaut mit dem Bakterium Helicobacter pylori. Dies führt zu einer Vorschädigung der Schleimhaut, die nun durch eine erhöhte Magensäureproduktion und eine gestörte Säureneutralisation angegriffen wird und mit der Bildung eines Geschwürs reagiert. Daneben können auch die regelmäßige Einnahme von Schmerz- und Rheumamitteln wie Aspirin® sowie Nicotinmissbrauch Auslöser für ein Magengeschwür sein. Symptome sind Schmerzen im Oberbauch, die teilweise unabhängig von der Nahrungsaufnahme oder nach der Nahrungsaufnahme auftreten. Auch unspezifische Symptome wie Übelkeit oder Appetitlosigkeit können vorkommen. Häufigste Komplikation ist die Magenblutung. Seltener ist der Durchbruch des Geschwürs in die Bauchhöhle. Chronische Geschwüre ohne Heilungstendenz können zu Magenkrebs führen. Bei einer Besiedlung mit Helicobacter pylori besteht die Behandlung in einer medikamentösen Ausrottung des Keims, wodurch viele Magengeschwüre geheilt werden können. Auslösende Gifte müssen gemieden werden. Bei einer Magenblutung kann eine Operation erforderlich sein.
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