Lexikon
Abführmittel
Laxanzien; Laxativa; PurgativaMittel, die die Darmentleerung beschleunigen. Abführmittel lassen sich nach ihrer Wirkung unterteilen in 1. Gleitmittel wie Paraffin und pflanzliche Öle (z. B. Leinöl); 2. Füll- und Quellstoffe (z. B. Leinsamen, Weizenkleie), die im Darm Wasser aufnehmen und quellen. Dadurch wird die Darmwand gedehnt und der Stuhlgang ausgelöst. Bei ihrer Anwendung muss unbedingt reichlich Flüssigkeit getrunken werden; 3. osmotisch wirksame Abführmittel, die im Darm zu einem erhöhten osmotischen Druck führen, der durch Einstrom von Wasser ausgeglichen wird. Auch dies führt zu einer Dehnung der Darmwand und damit zu der abführenden Wirkung (Mineralsalze wie Glauber- und Bittersalz, Zucker und Zuckeralkohole wie Lactulose, Lactose und Sorbitol sowie Polyethylenglykole); 4. antiresorptiv und hydragog wirkende Abführmittel (z. B. Rizinusöl, Aloe, Faulbaumrinde, Sennesblätter), die die Aufnahme von Natrium und Wasser aus dem Darm hemmen (antiresorptiv) und einen Einstrom von Elektrolyten und Wasser in den Darm bewirken (hydragog). Abführmittel sollten nicht über längere Zeit genommen werden, da sie die normale Darmtätigkeit beeinträchtigen und bei regelmäßiger Anwendung die Darmträgheit verstärken. Außerdem kann es durch Elektrolytverluste zu Muskelschwäche und Störungen der Herzfunktion kommen. Bei Neigung zu Darmträgheit wird eine ballaststoffreiche Ernährung und Bewegung empfohlen.
Wissenschaft
Uralte Genmutation macht Pferde so ausdauernd
Schon lange bevor Pferde domestiziert wurden, zeichneten sie sich durch eine außergewöhnliche Kraft und Ausdauer aus. Nun sind Forschende ihrem Geheimnis auf die Spur gekommen: Verantwortlich ist demnach eine Punktmutation in einem Gen, das an der Energieversorgung der Muskeln beteiligt ist. Dadurch können Pferde sowie verwandte...
Wissenschaft
Die Tricks der fleischfressenden Pflanzen
Pflanzliche Karnivoren haben raffinierte Methoden entwickelt, um Insekten anzulocken und zu verdauen – eine gute Überlebensstrategie auf nährstoffarmen Böden. von CHRISTIAN JUNG Biete Schlafplatz, suche Kot! – so lockt die fleischfressende Pflanze Nepenthes hemsleyana Wollfledermäuse in ihre Kannen. Und die hinterlassen dort...