Lexikon
Angọla
Unabhängigkeit und Bürgerkrieg
Erst der Sturz der Diktatur in Portugal brachte Angola am 11. 11. 1975 die Unabhängigkeit. Schon vorher war es zum Bruch zwischen den verschiedenen Befreiungsbewegungen gekommen. Es entbrannte ein blutiger Bürgerkrieg, bei dem sich die marxistische MPLA mit Hilfe kubanischer Truppen gegen die von Südafrika unterstützte UNITA durchsetzen konnte. 1988 einigten sich Angola, Kuba und Südafrika auf den Abzug der kubanischen Truppen aus Angola 1991 kam es zu einem Friedensvertrag zwischen der UNITA und der MPLA. Doch nach dem Sieg der MPLA, geführt von dem seit 1979 amtierenden Staatspräsidenten José Eduardo dos Santos, bei den Wahlen 1992 nahm die UNITA den bewaffneten Kampf wieder auf. Alle Friedensbemühungen blieben zunächst ohne Erfolg. Erst nach dem Tod des UNITA-Führers Jonas Savimbi 2002 kam es unter Vermittlung der UNO zu einem Waffenstillstand. Nach dem Ende des bewaffneten Konflikts begannen die Bemühungen um den Wiederaufbau des Landes. So konnte der größte Teil der Bürgerkriegsflüchtlinge in die Heimat zurückkehren. Außerdem bemühte sich die Regierung, die innenpolitischen Voraussetzungen für die Abhaltung von Wahlen zu schaffen. Diese konnten schließlich im September 2008 stattfinden und bescherten der MPLA einen überwältigenden Sieg. 2010 billigte das Parlament eine neue Verfassung, die die Macht des Präsidenten stärkte. Bei den Parlamentswahlen am 31. 8. 2012 musste die MPLA Verluste hinnehmen. Sie gewann aber noch 71,8 % der Stimmen und 175 der 220 Sitze. Die UNITA konnte 32 Sitze gewinnen, 16 mehr als 2008.
- Einleitung
- Natur und Klima
- Bevölkerung
- Staat und Politik
- Wirtschaft und Verkehr
- Geschichte
- Kolonialzeit
- Unabhängigkeit und Bürgerkrieg
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