Lexikon

Didạktik

[
die; griechisch
]
ursprünglich die „Lehrkunst“; heute die wissenschaftliche Erforschung des Lehrens und Lernens bzw. die Theorie der Steuerung von Lernprozessen; auch Theorie der Bildungsinhalte und -ziele. Unter allgemeiner Didaktik wird die allgemeine Theorie des Unterrichts verstanden (als erziehungswissenschaftliche Disziplin), unter Berücksichtigung der pädagogischen Absichten und Ziele, Mittel, Methoden sowie individuellen und soziokulturellen Bedingungen des Unterrichts. Sie umfasst vor allem Auswahl und Anordnung der Lehrinhalte, Bestimmung der angemessenen Unterrichtsverfahren sowie Entwicklung von Verfahren zur Lernzielkontrolle bzw. zur Evaluation des Unterrichts. Der Begriff Didaktik wurde von Pädagogen der frühen Aufklärung (W. Ratke, J. A. Comenius) geprägt.
In den 1970er Jahren entstand mit dem Ziel, einen Ausgleich zwischen wissenschaftlicher Theorie und praxisorientiertem Lehren herzustellen, die Disziplin der Fachdidaktik. Sie befasst sich mit Methodik, Planung und Gestaltung von Lehrinhalten in einem bestimmten Unterrichtsfach sowie mit seiner Positionierung innerhalb eines Fächerkanons.
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