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Die Auswirkungen der PISA-Studie

Was ist PISA?

Die PISAStudie (Programme for International Student Assessment) wurde von der OECD in Auftrag gegeben. 32 Länder beteiligten sich an der Untersuchung, die die Leistungsfähigkeit der Bildungssysteme in den beteiligten Ländern verglich. Abgefragt wurden Leistungen von 15-jährigen Schülern jedes Landes. Erfasst wurde, und zwar in international vergleichbarer Form, der Leistungsstand der Schüler am Ende der Pflichtschulzeit.

PISA gliedert sich in drei Untersuchungsbereiche: Lesekompetenz (Reading Literacy), mathematische Grundbildung (Mathematical Literacy) sowie naturwissenschaftliche Grundbildung (Scientific Literacy). Neben der Beherrschung festgeschriebener Lehrstoffe erfasst die Studie unter dem Stichwort “Transfer-Fähigkeit auch fächerübergreifende Fähigkeiten und Kenntnisse.

Die erste Untersuchungsphase von 1998 bis 2001 konzentrierte sich auf die Lesekompetenz (zwei Drittel der Testzeit). In den Bereichen mathematische und naturwissenschaftliche Grundbildung wurden lediglich zusammenfassende Leistungsprofile erstellt. Im Jahr 2003 rückt dann die mathematische Grundbildung ins Zentrum der Untersuchung, die beiden anderen Gebiete werden nur pauschal abgefragt. 2006 folgt die dritte Stufe der Studie mit dem Schwerpunkt naturwissenschaftliche Grundbildung und den Nebengebieten Lesekompetenz und mathematische Grundbildung.

Die PISA-Studie wird in Deutschland in zwei Stufen durchgeführt: Für den internationalen Vergleich wurden im ersten Zyklus ca. 5000 Schüler aus 219 Schulen befragt. International lagen die Probandenzahlen hier zwischen 4500 und 10 000 Schülern pro Land. Um einen nationalen Vergleich zwischen den Bundesländern zu ermöglichen, wurden die Stichproben in einem zweiten Schritt auf über 50 000 Schüler aus ca. 1500 Schulen erweitert. Die Ergebnisse dieser zweiten, nationalen Stufe wurden am 25. Juni 2002 veröffentlicht und zeigten ein starkes Leistungsgefälle von Bundesland zu Bundesland.

Um die Vergleichbarkeit der Studienergebnisse zu garantieren, haben die Teilnehmerstaaten eine international standardisierte Leistungsmessung entwickelt. In dem zweistündigen Test stehen das Beherrschen von Prozessen, das Verständnis von Konzepten sowie die Fähigkeit, innerhalb eines Fachgebietes mit unterschiedlichen Situationen umgehen zu können, im Mittelpunkt. Daneben füllen die Schüler einen Fragebogen zu ihrem persönlichen und sozialen Hintergrund aus. Zusätzlich beantworten die Schulleiter Fragen zur Situation ihrer Schule.

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