Lexikon

Die Kaiserkrönung Karls des Großen

Die Kaiserkrönung Karls des Großen
In der Lebensbeschreibung zu Papst Leo III. im "Liber Pontificalis" wird die Krönung beschrieben:

Alle [waren] schon in der genannten Basilika des heiligen Apostels Petrus wiederum versammelt. Da krönte ihn der ehrwürdige und segenspendende Vorsteher [Leo III.] eigenhändig mit der kostbaren Krone. Dann riefen alle gläubigen und getreuen Römer, die den Schutz und die Liebe sahen, die Karl der römischen Kirche und ihrem Vertreter gewährte, einmütig mit lauter Stimme auf Gottes Geheiß und auf die Eingebung des heiligen Petrus, des Himmelreiches Schlüsselträger, hin: 〉Leben und Sieg sei Karl, dem frömmsten Augustus, dem von Gott gekrönten großen und friedfertigen Kaiser!〈 ... Sofort salbte der heiligste Vorsteher und Oberpriester [Leo III.] mit Heiligem Öl Karl, seinen hervorragendsten Sohn ... zum König. Nach der Krönung wurde ihm vom Papst wie früher den Fürsten der alten Zeit gehuldigt, und von da an wurde er nicht mehr Patricius, sondern Kaiser und Augustus genannt."

Die "Chronik des Theophanes" gibt die ganz andere byzantinische Sichtweise wieder:
"Im selben Jahr [799] erhoben sich in Rom die Verwandten des seligen Papstes Hadrian, die das Volk auf ihre Seite gebracht hatten, gegen Papst Leo [III.] ... Er floh zum Frankenkönig Karl, der grausame Rache an den Feinden nahm und ihn wieder auf seinen Thron einsetzte. Seit jener Zeit steht Rom unter der Macht der Franken. Als Belohnung dafür krönte der Papst ihn am 25. Dezember zum Römischen Kaiser in der Kirche des heiligen Petrus, nachdem er ihn vom Kopf bis zu den Füßen gesalbt und ihm das kaiserliche Gewand und die Krone aufgesetzt hatte."
Vulkan spuckt schwarzen Rauch in den Himmel, Wasser im Vordergrund, Sonne im rechten oberen Bereich.
Wissenschaft

Es fliegt was in der Luft

Feinstaub, Schwefeldioxid und andere Schadstoffe gefährden unsere Gesundheit und Umwelt. Von RALF STORK Eine der ältesten Berufskrankheiten ist die Staublunge (Silikose), die durch das regelmäßige Einatmen von Quarzstaub (SiO2) entsteht. Die Krankheit war bereits im Altertum bekannt und auch im Mittelalter schrieb der legendäre...

Wissenschaft

Osterinsel: Doch kein Bevölkerungskollaps?

Überschritt die Bevölkerung die Tragfähigkeit der kleinen Insel und brach deshalb ein? Dieser Vermutung widersprechen nun Studienergebnisse, wonach die Population der Osterinsel wohl stets bescheiden blieb. Die neue Einschätzung der einst landwirtschaftlich genutzten Flächen legt nahe, dass es nur maximal 4000 Inselbewohner gab...

Weitere Artikel aus dem Wahrig Herkunftswörterbuch