Lexikon
Entfremdung
Vorgang oder Zustand, durch den oder in dem etwas oder jemand fremd („fern“; unbekannt, unvertraut; „anders“) wird oder geworden ist.
In der
Philosophie
wird Entfremdung vom Sachenrecht abgeleitet und meint die Weggabe einer Sache in fremden Besitz; von den Naturrechtlern des 18. Jahrhunderts auf die vertragsmäßige „Übertragung“ bestimmter individueller Freiheitsrechte auf den Staat angewandt.Die idealistische Entfremdung, einer der Ansatzpunkte der Kritik Hegels am Materialismus, wurde von Marx und Engels in umgewandelter Form aufgegriffen. Sie sahen die menschliche Entfremdung bei der Arbeit – jetzt auch ganz konkret als Güterproduktion verstanden – nicht mehr ideell, sondern in ökonomischen Verhältnissen, speziell im Privateigentum an den Produktionsmitteln begründet, und glaubten, sie könnte durch dessen Abschaffung aufgehoben werden.
In der
Psychologie
wird Entfremdung auf verdrängte Bewusstseinsinhalte sowie auf Vorgänge und Zustände der Depersonalisation angewandt, bei der das Persönlichkeitsgefühl und das Wirklichkeitsbewusstsein herabgesetzt werden.
Wissenschaft
Auf der Stresswelle
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Wissenschaft
Warm und feucht
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