Lexikon
Entstalinisierung
die von N. S. Chruschtschow in einer Geheimrede auf dem XX. Parteitag der KPdSU 1956 eingeleitete Abkehr vom Stalinismus, beginnend mit der Verwerfung des „Personenkults“. Führte ab dem XXII. Parteitag (1961) zur offenen Verurteilung der Terrormaßnahmen des 1953 gestorbenen Diktators, Umbenennung von Städten, Beseitigung von Denkmälern. Nach dem Sturz Chruschtschows 1964 kam es zur Wiederaufwertung Stalins. Die unter Generalsekretär M. S. Gorbatschow eingeleitete Politik der Umgestaltung (Perestrojka) ermöglichte ab Ende der 1980er Jahre eine gründliche Diskussion des Stalinismus in der Öffentlichkeit und in den Medien; insofern konnte in der UdSSR erst ab diesem Zeitpunkt von einer tatsächlichen Entstalinisierung die Rede sein.
Wissenschaft
Hilfe für das Plastik-Meer
In den Weltmeeren häuft sich immer mehr Plastikmüll an. Welche Schäden er anrichten kann, lässt sich noch gar nicht absehen. Forscher und Ingenieure sind alarmiert und suchen nach Wegen, um die Kunststoffreste wieder aus dem Wasser zu entfernen. von HARMUT NETZ Endlose Sandstrände, kristallklares Wasser, leuchtend bunte...
Wissenschaft
Die Müllabfuhr im Kopf
Das zentrale Entsorgungssystem des Gehirns arbeitet vor allem im Schlaf. Forscher vermuten, dass durchwachte Nächte Demenz und andere neurodegenerative Erkrankungen begünstigen. von SUSANNE DONNER Mehr als 100 Jahre glaubten Fachleute, das Gehirn recycle seinen Abfall selbst. Während andere Organe von einem Lymphsystem durchzogen...