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Bewunderung und Kritik
Wegen seiner außerordentlich dramatischen Darstellungsweise – »Schuld und Sühne« ist voller Theatralik, die zum Teil schwer zu ertragen ist – hat Vladimir Nabokov Dostojewskij jegliches Talent abgesprochen: Besser hätte der Landsmann Bühnenstücke verfasst. Besonders verächtlich sei der Trick der Romanfiguren, »sich ihren Weg zu Jesus zu ersündigen«. Dennoch hatten Dostojewskijs Romane gewaltigen Einfluss auf die Literatur der Moderne. In Deutschland wurde »Schuld und Sühne« begeistert aufgenommen. Vor allem die realistische Schilderung menschlicher Pathologie und die Ideenwelt der Figuren prägten Naturalismus und Expressionismus nachhaltig. Auch Surrealismus und Existenzialismus, namentlich Jean-Paul Sartre, standen unter Dostojewskijs Einfluss. Einer der größten (und kritischsten) Bewunderer war Friedrich Nietzsche, der in »Schuld und Sühne« seine Idee des Übermenschen anklingen sah und Dostojewskijs unaufhörliches Schwanken zwischen Traditionalismus und Modernität pointierte: Der Russe sei ein »grandioser Psychologe – und ein erbärmlicher Christenmensch«.
News der Woche 11.07.2025
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»Von der Petrischale bis zum Acker«
Mikroplastik, Lärmverschmutzung, Trockenstress: Im Interview erzählt Matthias Rillig, wie er die Auswirkungen des globalen Umweltwandels auf unsere Böden erforscht. Das Gespräch führte SALOME BERBLINGER Herr Prof. Rillig, was verstehen Sie unter den sogenannten Global-Change-Faktoren? Es gibt drei Kriterien: Diese Faktoren sind...