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LEXIKON

Erhaltungssätze

grundlegende Sätze der Physik, die aussagen, dass in abgeschlossenen physikalischen Systemen gewisse Größen zeitlich konstant bleiben. Der wichtigste der Erhaltungssätze ist der von der Energie. Die Mechanik (auch die relativistische Mechanik und die Quantentheorie) kennt daneben für die Bewegung eines abgeschlossenen Systems von Teilchen, die gegenseitig Kräfte aufeinander ausüben, auf die aber von außen keine Kräfte mehr wirken, zwei weitere Erhaltungssätze: für den Impuls und für den Drehimpuls. Beide Größen bleiben sowohl dem Betrag als auch der Richtung nach unverändert. Der Satz von der Erhaltung des Impulses ist gleichwertig dem sog. Schwerpunktsatz: Der Schwerpunkt eines abgeschlossenen Systems bewegt sich gradlinig mit konstanter Geschwindigkeit oder bleibt in Ruhe. Der Erhaltungssatz der Masse aus der älteren klassischen Physik ist hingegen nur insofern gültig, als nach der Relativitätstheorie Masse eine Erscheinungsform der Energie ist.
Ferner gelten Erhaltungssätze für die elektrische Ladung, die Baryonenzahl, die Leptonenzahl und die Farbe der Quarks. Weitere Erhaltungssätze in der Elementarteilchenphysik für u. a. den Isospin, die Strangeness, die Charmzahl, die Parität und die Mesonenzahl sind nicht für alle Wechselwirkungen gültig.
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