Lexikon

Existnzphilosophie

nach dem 1. Weltkrieg vor allem in Deutschland hervorgetretene philosophische Tendenzen, die das Wesen des Menschen als Existenz fassen. Existieren heißt hier: sich zu sich selbst verhalten. Gemeint ist damit ein Erleiden des eigenen Daseins in seiner Endlichkeit, Gebrochenheit und Schuld. Die Existenzphilosophie sucht als Gewissheit über den Bereich des Rationalen hinaus eine Erfahrung des Seins im Ganzen.
Hauptvertreter: M. Heidegger und K. Jaspers; in der Theologie: R. Bultmann. Nach dem 2. Weltkrieg entstand in Frankreich als ebenso literarisch-weltanschauliche wie philosophische Bewegung der Existenzialismus (G. Marcel, J. P. Sartre, A. Camus, M. Merleau-Ponty).
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