Lexikon

Angst

Atmung, Angst
Atmung, Angst
Die Atmung wird beim Erleben von Angst direkt beeinflusst.
ein Affekt, der sich von der Furcht durch fehlende oder unbestimmte Gegenstandsbeziehung unterscheidet. Die Angst ist „grundlos“, insofern keine besonderen Gründe für sie angegeben werden können oder der Gegenstand, auf den sie sich richtet, der Stärke des Affekts nicht entspricht. In der Psychoanalyse wird die Angst als Trennungsangst (des Säuglings von der Mutter) bestimmt, die Angst kann – wie andere Affekte – in das Gegenteil umschlagen, z. B. in Aggression. Auch ist man bei der Erklärung des Phänomens Angst auf die Instinktausstattung des Menschen zurückgegangen und hat die Angst als einen „Gefahrenschutzinstinkt“ erklärt. Bei der Mannigfaltigkeit der Angstzustände, von der „schleichenden“ bis zur panischen Angst, ist eine eindeutige Erklärung aller Phänomene der Angst nicht möglich.
In der Sicht der
Philosophie
kann Angst bestimmt werden als „Möglichkeit der Freiheit“ (Kierkegaard); in ihr zeigen sich die menschlichen Möglichkeiten in zweideutiger Weise: einerseits positiv als Auszeichnung des Menschseins, Ausdruck seiner Freiheit, andererseits negativ als Verlust von Geborgenheit, als Ausgeliefertsein an die Freiheit. Der grundsätzliche Aspekt der Angst, auch Welt-Angst genannt, ist nach J. Böhme und F. W. J. von Schelling vor allem in den verschiedenen Ausprägungen der Existenzphilosophie (S. Kierkegaard, M. Heidegger, K. Jaspers, J.-P. Sartre) betont worden.
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