Lexikon
Farbwechsel
die Fähigkeit von Tieren, ihre Färbung zu ändern, entweder durch langsame Zu- und Abnahme pigmenthaltiger Zellen (Pigment), die Chromatophoren genannt werden, oder schneller durch Pigmentbewegungen innerhalb der Zelle. Zusammenballung in der Zelle verursacht Aufhellung, Ausdehnung eine Dunkelfärbung. Die Reaktionen innerhalb der Chromatophoren werden durch Nervensignale (Buntbarsche, Tintenfische) oder hormonell (Würmer, Krebse, Insekten) gesteuert. Funktionen des Farbwechsels: als Auslöser der innerartlichen Verständigung (z. B. „Hochzeitskleid“ des Tintenfischs) und als Tarnung (z. B. bei Fischen und beim Chamäleon).
Kalmar (Tintenfisch)
Kalmar
Tintenfische sind Meister im Farbwechsel. Dieser bunte irisierende Kalmar kann im nächsten Augenblick völlig farblos sein. Unterhalb des Kopfes ist der nach hinten gerichtete Trichter gut sichtbar. Das Tier bewegt sich im Moment nach vorne.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
Chamäleon: Farbwechsel
Chamäleon: Farbwechsel
Der Farbwechsel der Chamäleons wird durch bestimmte
Verteilung des Pigments in den Hautzellen erreicht. Die Körperfarbe der
Tiere hängt weniger vom Untergrund ab, sondern ist vor allem auf die
jeweilige „Stimmung“ des Tieres zurückzuführen.
© RCS Libri & Grandi Opere SpA Milano/Il mondo degli animali
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