Lexikon

Freihandel

englisch free trade, der unbeschränkte zwischenstaatliche Güteraustausch; wird begründet mit folgender Überlegung: Wenn jedes Land die Güter herstellt, die es vergleichsweise am vorteilhaftesten erzeugen kann, führt dies letztlich zu einer Erhöhung des Lebensstandards aller Völker; dies kann aber nur durch den Fortfall aller Außenhandelsbeschränkungen (Schutzzölle, Ein- und Ausfuhrbeschränkungen) erreicht werden. Diese Gedanken entsprechen dem von England ausgehenden wirtschaftlichen Liberalismus; 1860 im zwischen England und Frankreich geschlossenen sog. Cobden-Vertrag (Fortfall der Getreide-Einfuhrzölle) erstmalig verwirklicht. Schon im 19. Jahrhundert erwies sich der Schutzzollgedanke als stärker, da der Freihandel die wirtschaftliche Entwicklung der schwächeren Staaten behinderte. Erst seit dem Ende des 2. Weltkriegs bemüht man sich wieder, aus der nationalen Begrenzung der Wirtschaften herauszukommen.
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