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LEXIKON

Gasturbine

Gasturbine
Gasturbine
eine Strömungsmaschine, zur Gruppe der Verbrennungskraftmaschinen gehörend. In der Gasturbine wird die potenzielle Energie eines heißen Gases über die Zwischenform der kinetischen Energie in mechanische Energie umgewandelt (Turbine). Durch Verbrennung eines festen, flüssigen oder gasförmigen Kraftstoffs wird Wärme an ein vorverdichtetes Gas übertragen (vorzugsweise Luft), das in der Gasturbine unter Arbeitsabgabe auf einen niedrigeren Druck entspannt wird. Zur Gasturbinenanlage gehören folglich ein Gasverdichter, ein Gaserhitzer (Brennkammer) sowie die Gasturbine selbst.
Die einzelnen Baugruppen der Gasturbinenanlage können hintereinander angeordnet sein, so dass Verdichter und Turbine, getrennt durch die Brennkammern, auf einer gemeinsamen Welle sitzen (Strahltriebwerk); die für den Antrieb des Verdichters benötigte Energie wird von der gemeinsamen Welle unmittelbar vom Turbinenteil auf den Verdichterteil übertragen (bei ortsbeweglichen Gasturbinen üblich, z. B. in Flugzeugen). Bei anderen Anordnungen hat der Verdichter seine eigene Gasturbine (der Hochdruckteil der Anlage); der Niederdruckteil betreibt z. B. einen Stromerzeuger. Diese Anordnung bevorzugt man bei ortsfesten Anlagen. Der Gesamtwirkungsgrad großer Gasturbinen liegt bei rund 3538%. Gasturbinen werden besonders dort eingesetzt, wo der Fortfall der Dampfkesselanlage erwünschte Gewichtseinsparungen bringt, z. B. in Flugzeugen, Schienenfahrzeugen und Schiffsantrieben.
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