Lexikon

Geier

zwei verschiedene Gruppen großer, Aas fressender Vögel, die die Alte Welt (Altweltgeier) und die Neue Welt (Neuweltgeier) bevölkern, aber nicht näher miteinander verwandt sind. Die äußere Ähnlichkeit beider Vogelgruppen wie nackte Köpfe und Hälse ist als gleichsinnige Anpassung an gleiche Lebensweisen in verschiedenen Lebensräumen entstanden (Konvergenz). Zu den Altweltgeiern (Aegypiinae) gehören Gänsegeier, Aas- oder Schmutzgeier, Bartgeier und der Kutten- oder Mönchsgeier, der in Asien und den Mittelmeerländern lebt. In der Lebensweise ähnlich sind die Neuweltgeier, Cathartidae, die heute zu den Storchenvögeln und nicht zu den Greifvögeln gezählt werden. Zu ihren sieben Arten gehören Kondor und Königsgeier.
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Ohrengeier
Ohrengeier
Die großen afrikanischen Ohrengeier sind an einem Aas die beherrschenden Greifvögel, die alle anderen Geierarten verdrängen. Wenn nicht genügend tote Tiere anfallen, können sie aber auch erfolgreich kleinere, lebende Wirbeltiere erbeuten.
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Mönchsgeier
Mönchsgeier
Geier sind Greifvögel, die ihre Beute nicht selbst jagen, sondern ganz überwiegend von Kadavern größerer Säugetiere leben. Die beiden Geiergruppen sind die Neuwelt- und Altweltgeier. Die abgebildeten Mönchsgeier sind Vertreter der Altweltgeier.
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