Lexikon
Gesundheitsreformen
Paket von Reformgesetzen zur Sanierung der gesetzlichen Krankenversicherung; trat stufenweise in Kraft: 1989 Neuregelung der gesetzlichen Krankenversicherung im Sozialgesetzbuch V, Einführung der Festbetragsregelung für Medikamente; 1993 Gesundheitsstrukturgesetz mit Einführung der Budgetierung von Ausgaben für Arznei- und Heilmittel sowie des Risikostrukturausgleichs; 1997 Erhöhung der Zuzahlungen für Medikamente und medizinische Leistungen; Gesundheitsreform 2000 Neuregelung des Risikostrukturausgleichs; 2001 Einführung des Krankenkassenwahlrechts; Gesundheitsreform 2003 (als Teil der Agenda 2010) neue Zuzahlungs- und Finanzierungsregelungen; Streichung von Sterbegeld, Einführung einer Praxisgebühr für den Besuch beim Arzt oder Zahnarzt, Senkung der Beitragssätze aller gesetzlichen Krankenkassen, im Gegenzug Zusatzbeitrag des Versicherten zur Krankenversicherung von 0,9%, der den bisher hälftigen Arbeitgeberanteil zur Krankenversicherung herabsetzt; Gesundheitsreform 2007/2009: Gesundheitsfonds, Versicherungspflicht für alle, Versicherung von Kindern aus Steuermitteln, Erweiterung des Basistarifs bei privaten Krankenversicherungen, Mitnahme von Altersrückstellungen bei Wechsel der privaten Krankenversicherung; 2011 Erhöhung des Beitragssatzes auf 15,5%, wovon der Arbeitnehmer 8,2% trägt.
Wissenschaft
Per Anhalter durch den Ozean
Viele Meeresbewohner beherbergen einen Mikrokosmos aus Bakterien und anderen Kleinstlebewesen. Mikrobiologische Untersuchungen helfen, ihn zu erkunden. von BETTINA WURCHE Seekühe, Meeresschildkröten und sogar die kleinen Krill-Krebse haben auf ihren Reisen blinde Passagiere an Bord: Ihre Körperoberfläche sondert im Wasser einen...
Wissenschaft
Cannabis beeinflusst das Arbeitsgedächtnis
Wer gerade gekifft hat, kann nicht unbedingt Bestleistungen bei Denkaufgaben erwarten. Doch wie wirkt sich Cannabis langfristig auf das Gehirn aus? Die bisher größte Studie zu diesem Thema zeigt anhand von Hirnscans von über 1000 Freiwilligen, dass das Arbeitsgedächtnis bei intensiven Konsumenten weniger aktiv ist – auch, wenn...