Lexikon

Glockenturm

Campanile
Turm einer Kirche oder eines öffentlichen Gebäudes, in dem die Glocken aufgehängt sind. In der italienischen Baukunst des Mittelalters ist der frei stehende Glockenturm üblich. Die frühchristlichen Basiliken Italiens wie auch die romanischen und gotischen Kirchen südlich der Alpen haben häufig einen Campanile, dessen Grundriss rund oder viereckig ist und der mehrere Geschosse aufweist. Weltberühmtes Beispiel ist der „schiefe Turm“ des Doms in Pisa (begonnen 1174). Nördlich der Alpen wurde der Glockenturm meist fest mit dem Baukörper der Kirche verbunden und bestimmte – vor allem bei den gotischen Kathedralen mit ihren hohen und oft von fast filigranem Maßwerk gezierten Türmen (z. B. Freiburger Münster) – das Erscheinungsbild des Gesamtbaus wesentlich mit.
Foto eines fossilen Schädels von Hyracotherium leporinum
Wissenschaft

„Urpferd“ war gar kein Pferd

Eine Stammbaumanalyse mithilfe von Fossilien liefert überraschende neue Einblicke in die Evolution von Pferden und verwandten Huftieren vor rund 55 Millionen Jahren. Demnach war das bislang als „Urpferd“ geltende Hyracotherium nicht so eng mit Pferden verwandt wie gedacht. Zudem zeigte sich, dass der älteste gemeinsame Vorfahre...

hell, klein, sichtbar
Wissenschaft

Winzigstes sichtbar gemacht

Neuartige Mikroskope erreichen fast atomare Auflösung. Das hilft etwa bei der Entwicklung von besseren Medikamenten. von REINHARD BREUER Wer Kleines und Kleinstes erkennen will, braucht Hilfe – ob Lesebrille, Fernglas oder Lupe. In der Wissenschaft sind seit mehr als 400 Jahren Lichtmikroskope in Gebrauch, und ihre...

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