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LEXIKON

Graft-versus-Host-Reaktion

[gra:ftˈvə:səshɔust-; engl.]
Transplantat-gegen-Wirt-Reaktion
Abk. GvH-Reaktion, nach einer Knochenmark- oder Stammzelltransplantation auftretende Immunreaktion, die darauf beruht, dass die vom übertragenen Knochenmark gebildeten Immunzellen, vorwiegend T-Lymphocyten, trotz möglichst weitgehender Übereinstimmung der Gewebemerkmale von Spender und Empfänger die Körpergewebe des Empfängers als fremd erkennen und angreifen. Diese Reaktion ist unterschiedlich stark ausgeprägt und kann in schweren Fällen zum Tod führen. Zur Abschwächung der GvH-Reaktion wird die Immunabwehr zunächst medikamentös unterdrückt und entwickelt im Idealfall eine Immuntoleranz gegenüber den Geweben des Empfängers. Falls diese Gewöhnung nicht gelingt, entsteht eine chronische GvH-Krankheit, die eine fortdauernde Immunsuppression erforderlich macht.
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