Lexikon
Guyana
Souveränität
Der Afroguyaner Forbes Burnham (PNC), erster Premierminister des unabhängigen Staates, verfolgte einen sozialistischen Kurs und löste das Land 1970 von der britischen Krone (Kooperative Republik Guyana), Guyana verblieb aber im Commonwealth. Burnham wurde nach Einführung des präsidialen Regierungssystems 1980 Staatspräsident. Unter seiner autoritären Herrschaft verteidigten die Afroguyaner ihre politische Dominanz. Sein Nachfolger Hugh Desmond Hoyte (1985–1992), ebenfalls vom PNC, verbesserte die Beziehungen zu den westlichen Industriestaaten. Die Parlamentswahlen seit 1992 gewann die PPP. Neuer Staatspräsident wurde zunächst der Parteigründer und Indoguyaner Cheddi Jagan. Nach seinem Tod 1997 übernahm seine Frau Janet Jagan das Präsidentenamt. Sie wurde 1999 von Bharrat Jagdeo abgelöst. Das Verhältnis zwischen PNC und PPP blieb gespannt. 2011 konnte die PPP zum fünften Mal in Folge die Parlamentswahlen gewinnen, verfehlte allerdings die absolute Mehrheit. Am 3. 12. 2011 wurde der PPP-Spitzenkandidat Donald Ramotar (* 1950) in der Nachfolge Jagdeos als Präsident vereidigt. Der seit 1999 amtierende Premierminister Samuel Hinds blieb Regierungschef.
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