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Welche weiteren Nationalstaaten bildeten sich?

Spanien erreichte die nationalstaatliche Einheit 1479 durch die zehn Jahre zuvor vollzogene Heirat von Isabella von Kastilien und León (Reg. 1474–1504) mit König Ferdinand II. von Aragón (Reg. 1479–1516). Das nationale Zusammengehörigkeitsgefühl entstand aus dem Kampf gegen die muslimischen Mauren. Die Eroberung des Königreichs Granada (1492) beseitigte den Rest der arabischen Herrschaft in Spanien und vollendete die so genannte Reconquista (»Rückeroberung«), die beinahe 800 Jahre gedauert hatte.

Vergleichbare Feinde für Russland waren seit Mitte des 13. Jahrhunderts die mongolischen Reiterheere. Nachdem der Großfürst von Moskau, Iwan III. (der Große, Reg. 1462–1505), 1480 formell die tatarische Oberherrschaft beendet hatte, konnte er sich erstmals »Zar von ganz Russland« nennen. Zugleich erklärte er sich zum Haupt der orthodoxen Kirche.

In der Schweiz hatten die Urkantone Uri, Schwyz und Unterwalden 1291 zur Verteidigung ihrer Freiheit vor allem gegen die Habsburger einen »Ewigen Bund« geschlossen und diesen mit einem Eid (Rütlischwur) besiegelt. Nachdem weitere Kantone dem Bund beigetreten waren, mussten sie mehrere österreichische Angriffe abwehren. 1474 wurde ihre Unabhängigkeit von den Habsburgern und 1499 vom Heiligen Römischen Reich anerkannt, aus dem sie 1648 ausschieden.

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