Wissensbibliothek

In welche Kasten gliedern sich Honigbienen?

Es gibt männliche Bienen (die Drohnen), die Königin und Arbeiterinnen.

Die 13–16 Millimeter großen Drohnen entstehen aus unbefruchteten Eiern. Sie lungern zunächst tatenlos im Nest herum und lassen sich füttern; dann unternehmen sie immer längere Erkundungsflüge. Eine geschlechtsreife Königin auf dem Hochzeitsflug wird oft von regelrechten Drohnenwolken aus hundert Männchen verfolgt. Der Paarungsakt ist für diese tödlich, da sie ihre Geschlechtsorgane geradezu in die Weibchen hineinschießen. Die Männchen, die nicht zur Paarung gelangt sind, werden nach der Paarungszeit von den Arbeiterinnen getötet und aus dem Nest geworfen (»Drohnenschlacht«). Die junge Königin, die sich mit sechs oder mehr Partnern gepaart und so genug Sperma für mehrere Jahre aufgenommen hat, kehrt vom Hochzeitsflug in das mütterliche Nest zurück, während die alte Königin mit einem Teil der Arbeiterschaft auszieht und sich an einem anderen Platz neu einrichtet. Allein die Jungkönigin legt Eier in die Brutzellen (»Bestiftung«), und zwar bis zu 1000 am Tag. Andere Zellen dienen als Honig- und Pollenlager.

Die Aufgaben der Arbeiterinnen richten sich nach dem Alter: In den ersten Tagen putzen sie das Nest, danach pflegen sie die Larven; nach dem zehnten Tag erweitern oder reparieren sie das Nest. Nach etwa 3 Wochen bewachen sie vor allem das Nest, dann sammeln sie bis zu ihrem Tode – im Sommer nach vier bis fünf Wochen – Nektar und Pollen. Die Geschlechtsorgane der Arbeiterinnen reifen nicht aus, solange sie genügend Pheromone aus der von der Königin (Weisel) abgesonderten Weiselsubstanz zu sich nehmen, die durch das gegenseitige Füttern über das ganze Volk verteilt wird. Wird indes das Volk zu groß oder die Königin zu schwach, so bilden einige der Arbeiterinnen Geschlechtsorgane aus. Eine der so entstehenden neuen Königinnen ersetzt die alte, die entweder getötet wird oder mit der Hälfte der Arbeiterinnen auszieht. Imker fangen diese Schwärme ein und erhöhen so die Zahl ihrer Völker.

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